Photovoltaik in Österreich: Sonnenstrom +41 %, Stromimporte steigen
Die APG meldet für September 2026 einen Rekord beim Sonnenstrom – doch die Trockenheit lässt die Wasserkraft einbrechen. Österreich deckt ein Viertel seines Verbrauchs mit Importen.
KI-generiertDie Photovoltaik in Österreich hat im September 2026 so viel Strom ins Netz geliefert wie nie zuvor in diesem Monat – und trotzdem musste das Land so viel Strom importieren wie selten. Das geht aus dem aktuellen Monatsbericht des Übertragungsnetzbetreibers Austrian Power Grid (APG) hervor, der die Kalenderwochen 36 bis 39 auswertet. Hauptgrund für die Schieflage ist die anhaltende Trockenheit, die der Wasserkraft massiv zusetzt.
Photovoltaik Österreich: Sonnenstrom legt um 41 Prozent zu
Laut APG lag die Erzeugung aus Photovoltaik im September um 41 Prozent über dem Vorjahresmonat. Damit stammte rund ein Fünftel (21 Prozent) der gesamten erneuerbaren Stromproduktion von Solaranlagen, nach 12 Prozent im September 2025. Gemessen am Stromverbrauch aus dem öffentlichen Netz – der Eigenverbrauch direkt am Dach ist dabei nicht eingerechnet – deckte Sonnenstrom 15 Prozent ab, ein Jahr davor waren es 10 Prozent.
Die installierte PV-Leistung in Österreich beziffert die APG mittlerweile mit rund 11.500 Megawatt. Vorstandssprecher Gerhard Christiner sieht die Photovoltaik damit nicht mehr als Ergänzung, sondern als tragende Säule der Versorgung. Als Gründe nennt er gesunkene Kosten für Module und Technik sowie kurze Bauzeiten.
Trockenheit: Wasserkraft bricht um 37 Prozent ein
Ganz anders die Lage bei der Wasserkraft, traditionell das Rückgrat der heimischen Stromversorgung. Sie lieferte im September um 37 Prozent weniger Strom als ein Jahr davor. Ihr Anteil an der erneuerbaren Erzeugung schrumpfte von 70 auf 55 Prozent, ihr Beitrag zur Deckung des Verbrauchs von 61 auf 38 Prozent. Die Windkraft blieb mit einem Plus von einem Prozent praktisch auf Vorjahresniveau.
In Summe sank die Erzeugung aus erneuerbaren Quellen um 21 Prozent. Statt 87 Prozent wie im September 2025 konnten Wasser, Wind, Sonne und Co. nur noch 69 Prozent des Stromverbrauchs abdecken.
Stromimporte steigen auf ein Viertel des Verbrauchs
Die Lücke wurde mit Strom aus dem Ausland geschlossen. Österreich war im September an keinem einzigen Tag Nettoexporteur, der Importsaldo erreichte 1.158 Gigawattstunden – mehr als doppelt so viel wie im Vorjahresmonat (511 GWh). Der Anteil der Importe am Verbrauch stieg damit von 11 auf 26 Prozent.
Bemerkenswert: Bereits Ende September lag der Importüberschuss des laufenden Jahres über jenem des gesamten Jahres 2025. Abgesehen vom Juni 2026 ist Österreich laut APG seit mehr als einem Jahr durchgehend Nettoimporteur von Strom.
Netz unter Druck: mehr Eingriffe, abgeregelter Ökostrom
Auch der Netzbetrieb wird aufwendiger. Von Jänner bis Ende September musste die APG an 29 Tagen mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres in den Kraftwerkseinsatz eingreifen (Redispatch), um Engpässe im Netz zu vermeiden. Im September wurden zudem 1.099 Megawattstunden Ökostrom aus Laufwasser- und Windkraftwerken abgeregelt, weil das Netz den Strom nicht aufnehmen konnte.
Die APG will daher weiter kräftig investieren: Für 2026 sind 680 Millionen Euro vorgesehen, nach 595 Millionen im Jahr davor. Bis 2035 plant das Unternehmen Investitionen von rund neun Milliarden Euro. Christiner betont, dass neben dem Leitungsausbau vor allem Speicher nötig seien, um Solarstrom aus der Mittagszeit in die Abendstunden zu verlagern und so die Preise zu dämpfen.
Was das für Haushalte mit PV-Anlage bedeutet
Für Eigentümerinnen und Eigentümer von Photovoltaikanlagen bestätigt der Bericht einen Trend: Je mehr Sonnenstrom zu Mittag ins Netz drängt, desto wichtiger wird es, ihn selbst zu nutzen oder zu speichern. Wer eine neue Anlage plant, sollte daher Größe, Ausrichtung und einen Batteriespeicher gemeinsam durchrechnen lassen und die aktuellen Förderungen von Bund und Land prüfen. Auch flexible Verbraucher wie Wärmepumpe oder E-Auto lassen sich so steuern, dass sie vor allem dann laufen, wenn die eigene Anlage Strom liefert.
Häufige Fragen
Wie stark ist die Photovoltaik in Österreich im September 2026 gewachsen?+
Laut APG lag die PV-Erzeugung um 41 Prozent über dem September 2025. Sonnenstrom deckte 15 Prozent des Verbrauchs aus dem Netz.
Warum importiert Österreich so viel Strom?+
Wegen der Trockenheit lieferte die Wasserkraft 37 Prozent weniger Strom. Importe machten deshalb 26 Prozent des Verbrauchs aus.
Wie viel PV-Leistung ist in Österreich installiert?+
Die APG beziffert die installierte Photovoltaik-Leistung mit rund 11.500 Megawatt.
Quelle: Austrian Power Grid (APG) via APA-OTS
Hinweis: Dieser Beitrag wurde KI-unterstützt erstellt und von der Redaktion geprüft. Mehr zur Kennzeichnung
Der Presseinfo-Brief
Die wichtigsten Nachrichten aus Österreich, jeden Morgen kostenlos im Postfach.
Mehr aus Energie & Umwelt
KI-generiertEnergiepreise in Österreich: Erzeugerpreise steigen um 6 Prozent
Energie war im September 11,4 Prozent teurer als vor einem Jahr, Gasversorgung sogar 13 Prozent. Der Erzeugerpreisindex stieg laut Statistik Austria um 6,0 Prozent.
30. Oktober 2026
KI-generiertKlimagesetz Österreich: Begutachtung endet, Kritik an Standortklausel
Am 30. Oktober endet die Begutachtung des Klimagesetzes. Der Erneuerbaren-Dachverband EEÖ kritisiert fehlende Verbindlichkeit und die Standortklausel.
29. Oktober 2026
KI-generiertKesseltausch-Förderung 2026: Registrierung startet am 2. November
Ab Montag, 2. November, kann man sich wieder für die Kesseltausch-Förderung registrieren. Rund 20 Millionen Euro stehen bereit, gefördert werden bis zu 6.000 Euro pro Haus.
26. Oktober 2026
KI-generiertPV-Anlagen für Betriebe: Solar und Ladestationen ohne Genehmigung
Gewerbebetriebe dürfen Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher und E-Ladestationen künftig unter Auflagen ohne eigenes Genehmigungsverfahren errichten. Der Bundesrat stimmte einstimmig zu.
25. Oktober 2026