Mieten in Österreich: Städtebund-Bericht zeigt 45 Prozent Mietquote
Österreich ist ein Mieterland: 45 Prozent der Haushalte wohnen zur Miete. Ein neuer Städtebund-Bericht zeigt Preise pro Quadratmeter und große regionale Unterschiede.
KI-generiertDie Mieten in Österreich unterscheiden sich je nach Region und Wohnform deutlich – und das Land ist im europäischen Vergleich ein ausgeprägtes Mieterland. Das zeigt der neue Fokusbericht „Wohnen“ aus der Reihe „Österreichs Städte in Zahlen“, den das KDZ-Zentrum für Verwaltungsforschung im Auftrag des Österreichischen Städtebundes erstellt hat. Der Städtebund hat die Ergebnisse am Donnerstag präsentiert und daraus die Forderung abgeleitet, dass Wohnen für alle leistbar bleiben müsse.
Mietquote: Österreich liegt weit über dem EU-Schnitt
Laut dem Bericht leben 45 Prozent der Haushalte in Österreich zur Miete. Im Durchschnitt der Europäischen Union sind es nur 32 Prozent. Innerhalb der EU weist lediglich Deutschland eine noch höhere Mietquote auf. Insgesamt gibt es hierzulande rund vier Millionen Hauptwohnsitze.
Auffällig ist auch die Haushaltsstruktur: 2024 entfielen bereits 40 Prozent der Wohnungen auf Ein-Personen-Haushalte. Beim Platzangebot pro Kopf zeigt sich ein klares Stadt-Land-Gefälle. In urbanen Gebieten stehen einer Person im Schnitt 37,5 Quadratmeter zur Verfügung, in ländlichen Regionen sind es 49 bis 50 Quadratmeter.
Mieten in Österreich: Was Hauptmieten pro Quadratmeter kosten
Bei den Preisen macht die Eigentümerform einen großen Unterschied. Für eine private Hauptmietwohnung wurden 2024 im Schnitt 11,60 Euro pro Quadratmeter fällig. Deutlich günstiger waren Gemeindewohnungen mit durchschnittlich 8,00 Euro sowie Genossenschaftswohnungen bzw. Wohnungen gemeinnütziger Bauvereinigungen mit 8,50 Euro pro Quadratmeter.
Regional fallen die Unterschiede ebenfalls stark aus:
- In den urbanen Großzentren liegen die durchschnittlichen Mieten pro Quadratmeter um mehr als 20 Prozent über jenen in ländlichen Regionen.
- Wien verzeichnet trotz seiner Größe spürbar niedrigere Mieten als Tirol, Vorarlberg und Salzburg.
- Der gemeinnützige Sektor ist stark gewachsen: Zwischen 2011 und 2024 stieg die Zahl gemeinnütziger Wohnungen um 32,8 Prozent, jene der privaten Eigentumswohnungen um rund 10 Prozent. Der Bestand an Gemeindewohnungen ging dagegen zurück.
Heizen mit Gas und Öl als Herausforderung
Ein weiterer Schwerpunkt des Berichts betrifft die Energieversorgung der Wohnungen. In den Jahren 2021 und 2022 wurden 35 Prozent der Hauptwohnsitze noch mit Erdgas oder Heizöl beheizt. Für Städte und Gemeinden bedeutet das, dass in den kommenden Jahren ein großer Teil des Bestands auf erneuerbare Systeme umgestellt und thermisch saniert werden muss.
Was Städte für leistbares Wohnen tun
Der Bericht listet eine Reihe von Instrumenten auf, mit denen Kommunen gegensteuern. Dazu zählen unter anderem:
- thermische Sanierung von Gebäuden,
- Kooperationen mit gemeinnützigen Bauvereinigungen,
- Nachverdichtung und eine aktive Bodenpolitik,
- Wohnberatung, betreutes Wohnen und Integrationsangebote,
- Energiekostenzuschüsse und Wohnbeihilfen.
Gleichzeitig verweist der Städtebund darauf, dass der Handlungsspielraum der Kommunen begrenzt sei. Steigende Bau- und Sanierungskosten, knappe Gemeindebudgets und hohe Grundstückspreise erschwerten den Bau leistbarer Wohnungen.
Städtebund fordert Zusammenarbeit von Bund und Ländern
Generalsekretär Thomas Weninger fordert daher passende rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen. Leistbares Wohnen könne nur gelingen, wenn Bund, Länder, gemeinnützige Wohnbauträger sowie Städte und Gemeinden an einem Strang ziehen. Die Städte spielen dabei eine zentrale Rolle: Laut Städtebund leben zwei Drittel der Bevölkerung in Städten und Stadtregionen, dort befinden sich auch 71 Prozent der Arbeitsplätze. Dem Städtebund gehören 266 Gemeinden an.
Für Mieterinnen und Mieter liefert der Bericht vor allem eine Orientierung: Wer eine Wohnung sucht, zahlt im geförderten oder kommunalen Segment im Schnitt deutlich weniger als am privaten Markt – der Zugang ist jedoch oft an Wartezeiten und Einkommensgrenzen gebunden. Der vollständige Fokusbericht ist beim Städtebund abrufbar.
Häufige Fragen
Wie hoch ist die Mietquote in Österreich?+
Laut Städtebund-Bericht leben 45 Prozent der Haushalte zur Miete, der EU-Schnitt liegt bei 32 Prozent.
Was kostet eine Mietwohnung pro Quadratmeter?+
2024 lag die private Hauptmiete im Schnitt bei 11,60 Euro pro m², Gemeindewohnungen bei 8,00 und Genossenschaftswohnungen bei 8,50 Euro.
Wo sind die Mieten am höchsten?+
In urbanen Großzentren liegen sie über 20 Prozent über ländlichen Regionen; Tirol, Vorarlberg und Salzburg sind teurer als Wien.
Quelle: Österreichischer Städtebund (OTS)
Hinweis: Dieser Beitrag wurde KI-unterstützt erstellt und von der Redaktion geprüft. Mehr zur Kennzeichnung
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