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Kultur & Freizeit

Musikpreis in Wien: MUK vergibt erstmals Kitty Weinberger Preis

Die Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien hat erstmals den Kitty Weinberger Musikpreis vergeben. 15.000 Euro gingen an drei Kammermusik-Ensembles.

Von Presseinfo Redaktion25. Oktober 2026, 21:45 · Wien
Musikpreis Wien: Instrumente eines Kammermusik-Ensembles auf einer KonzertbühneKI-generiert
Musikpreis Wien: Instrumente eines Kammermusik-Ensembles auf einer Konzertbühne. Symbolbild, KI-generiert. Zeigt kein reales Ereignis.

Ein neuer Musikpreis in Wien rückt die Kammermusik ins Rampenlicht: Die Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK) hat den Kitty Weinberger Musikpreis zum ersten Mal vergeben. Der Wettbewerb ging am 20. und 21. Oktober 2026 im Haus der Universität über die Bühne, die Preise wurden am zweiten Wettbewerbstag überreicht. Insgesamt waren 15.000 Euro an Preisgeld ausgeschrieben.

Die MUK gehört zur Wien Holding. Mit dem neuen Bewerb will die Universität herausragende Leistungen im Ensemblespiel würdigen und zugleich Ensembles fördern, die mit durchdachten und ungewöhnlichen Programmen auftreten.

Die Preisträger des Musikpreises Wien 2026

Die Jury vergab drei gestaffelte Preise:

  1. Trio Con Brio – 1. Preis, dotiert mit 7.500 Euro
  2. Ensemble Artemisia – 2. Preis, dotiert mit 5.000 Euro
  3. La Travesia Quintett – 3. Preis, dotiert mit 2.500 Euro

Damit floss die gesamte Preissumme an junge Kammermusik-Formationen, die sich im zweitägigen Wettbewerb gegen ihre Mitbewerber durchsetzen konnten.

Programm mit Auflagen: Komponistinnen, neue Musik, andere Kulturen

Besonders ist bei diesem Bewerb das Reglement. Die Ensembles durften ihre Werke frei wählen und mussten ihrem Auftritt einen eigenen Programmtitel geben. Eine Vorgabe gab es allerdings: Jedes Programm hatte mindestens ein Stück zu enthalten, das entweder von einer Komponistin stammt, aus einer nicht-westlichen klassischen Musiktradition kommt oder nach 1980 entstanden ist.

Bewertet wurden die künstlerische Qualität, die Originalität und Authentizität der Interpretation sowie die Überzeugungskraft des Programmkonzepts. Der Preis belohnt also nicht nur technisches Können, sondern auch die Frage, wie ein Ensemble ein Konzertprogramm dramaturgisch aufbaut.

Wer in der Jury saß

Den Vorsitz der Jury führte der Musikwissenschafter Hartmut Krones. Mit ihm entschieden die Pianistin Catalina Butcaru, die Bratschistin und Kammermusikerin Veronika Hagen sowie Julia Lacherstorfer, Intendantin des Festivals wellenklænge. Livia Sellin, Leiterin des Instituts für Streichinstrumente an der MUK, begleitete die Jury als Vertreterin der Universität ohne eigenes Stimmrecht.

Erinnerung an Kitty Weinberger

Namensgeberin des Preises ist Katharina „Kitty“ Weinberger, geborene Bunzl, die 2024 verstorben ist. Sie engagierte sich für zivilgesellschaftliche Projekte und setzte sich für die Rechte von Minderheiten und Frauen ein. Wegen ihrer Familiengeschichte lag ihr auch das Gedenken an den Holocaust besonders am Herzen. Gemeinsam mit ihrem Mann Peter Weinberger gründete sie 2008 das Kammermusikfestival Wien.

MUK-Rektor Andreas Mailath-Pokorny würdigte Weinberger als beeindruckende Persönlichkeit. Der Preis halte ihr Andenken lebendig und unterstütze gleichzeitig den musikalischen Nachwuchs. Der Rektor dankte Peter Weinberger und seiner Familie für die Initiative.

Bedeutung für die Kammermusik-Szene

Für junge Ensembles sind dotierte Wettbewerbe ein wichtiger Baustein: Preisgelder helfen bei Probenarbeit, Reisen und Aufnahmen, eine Auszeichnung erleichtert den Zugang zu Konzertveranstaltern. Dass der neue Musikpreis in Wien bewusst auch Werke von Komponistinnen, zeitgenössische Musik und außereuropäische Traditionen einfordert, setzt zudem einen inhaltlichen Akzent im Konzertbetrieb.

Nähere Informationen zum Bewerb und zu weiteren Ausschreibungen veröffentlicht die MUK auf ihrer Website im Bereich Stipendien und Wettbewerbe.

Häufige Fragen

Wer hat den Kitty Weinberger Musikpreis 2026 gewonnen?+

Den 1. Preis mit 7.500 Euro erhielt das Trio Con Brio, Platz zwei ging an das Ensemble Artemisia (5.000 Euro), Platz drei an das La Travesia Quintett (2.500 Euro).

Wer vergibt den Musikpreis?+

Die Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK) hat den Preis im Oktober 2026 erstmals vergeben.

Welche Vorgaben galten für die Programme?+

Jedes Programm musste mindestens ein Werk einer Komponistin, aus nicht-westlicher Klassik oder aus der Zeit nach 1980 enthalten.

Quelle: Stadt Wien – Rathauskorrespondenz

Hinweis: Dieser Beitrag wurde KI-unterstützt erstellt und von der Redaktion geprüft. Mehr zur Kennzeichnung

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