BIP Österreich: Wirtschaft wächst im 3. Quartal 2026 um 0,2 Prozent
Nach dem Minus im Frühjahr ist Österreichs Wirtschaft im dritten Quartal 2026 wieder leicht gewachsen. Die WIFO-Schnellschätzung zeigt ein Plus von 0,2 Prozent, getragen von Dienstleistungen und Exporten.
KI-generiertDas BIP Österreich ist im dritten Quartal 2026 wieder gestiegen. Laut der Schnellschätzung des Wirtschaftsforschungsinstituts WIFO legte die reale Wirtschaftsleistung von Juli bis September gegenüber dem Vorquartal um 0,2 Prozent zu. Die Werte sind saison- und kalenderbereinigt. Damit hat die heimische Wirtschaft das leichte Minus aus dem Frühjahr wieder wettgemacht – von einem kräftigen Aufschwung kann allerdings keine Rede sein.
BIP Österreich: Auf und Ab im Jahr 2026
Der Blick auf die bisherigen Quartale zeigt, wie zäh die Erholung verläuft:
- 1. Quartal 2026: plus 0,3 Prozent
- 2. Quartal 2026: minus 0,1 Prozent
- 3. Quartal 2026: plus 0,2 Prozent
Im Vergleich zum dritten Quartal des Vorjahres liegt die Wirtschaftsleistung um 0,6 Prozent höher. Das WIFO selbst spricht nach dem Rückgang im zweiten Quartal von einem wieder „leichten Wachstum“.
Dienstleister ziehen, Industrie tritt auf der Stelle
Die Dynamik kam im Sommer vor allem aus dem Dienstleistungsbereich. Am stärksten wuchs die Gruppe aus Information und Kommunikation, Finanz- und Versicherungsleistungen sowie Grundstücks- und Wohnungswesen: Hier stieg die Wertschöpfung um 0,9 Prozent. Handel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie legten zusammen um 0,2 Prozent zu – der Bereich wuchs damit im Gleichschritt mit der Gesamtwirtschaft.
Die sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen, zu denen etwa freiberufliche und technische Leistungen zählen, gaben dagegen leicht um 0,1 Prozent nach.
In der Industrie blieb die Wertschöpfung gegenüber dem Vorquartal praktisch unverändert. Neue Impulse sind laut WIFO dort derzeit kaum zu erkennen. Noch schwächer entwickelte sich der Bau: Die Wertschöpfung der Bauwirtschaft sank um 0,2 Prozent, die Schwächephase der Branche hält damit weiter an.
Konsum stagniert, Exporte helfen
Auf der Nachfrageseite zeigt sich ein gemischtes Bild. Der private Konsum, traditionell die wichtigste Stütze der heimischen Konjunktur, stagnierte mit einem Wert von 0,0 Prozent. Die Haushalte halten sich also weiterhin zurück. Auch der öffentliche Konsum ging um 0,2 Prozent zurück.
Positive Signale kamen von den Investitionen und vom Außenhandel:
- Die Bruttoanlageinvestitionen stiegen um 0,2 Prozent.
- Die Exporte legten um 0,3 Prozent zu.
- Die Importe sanken um 0,2 Prozent.
Weil mehr ausgeführt und weniger eingeführt wurde, trug der Außenhandel rechnerisch zum Wachstum bei.
Was die Zahlen für Haushalte und Betriebe bedeuten
Für Unternehmen und Beschäftigte ist das Ergebnis ein vorsichtig gutes Zeichen: Die Wirtschaft schrumpft nicht weiter, sie kommt aber nur langsam vom Fleck. Besonders Baufirmen und Industriebetriebe spüren weiterhin wenig Rückenwind. Dass der Konsum nicht anspringt, dämpft zudem die Aussichten für Handel und Gewerbe.
Wichtig ist auch der Charakter der Daten: Es handelt sich um eine Schnellschätzung des WIFO auf Basis der vierteljährlichen Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung. Detailliertere und gegebenenfalls revidierte Ergebnisse für das dritte Quartal legt Statistik Austria am 3. Dezember 2026 vor.
Weitere Hinweise auf die Stimmung in den Betrieben dürfte in der kommenden Woche die Industriellenvereinigung liefern: Sie präsentiert am 4. November ihre Konjunkturumfrage für das dritte Quartal.
Häufige Fragen
Wie stark ist das BIP Österreich im 3. Quartal 2026 gewachsen?+
Laut WIFO-Schnellschätzung um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal und um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.
Welche Bereiche haben das Wachstum getragen?+
Vor allem Dienstleistungen wie Information, Finanzen und Immobilien (plus 0,9 Prozent) sowie die Exporte. Bau und privater Konsum schwächelten.
Wann kommen die endgültigen Zahlen?+
Statistik Austria veröffentlicht detailliertere Ergebnisse für das dritte Quartal am 3. Dezember 2026.
Quelle: WIFO (APA-OTS)
Hinweis: Dieser Beitrag wurde KI-unterstützt erstellt und von der Redaktion geprüft. Mehr zur Kennzeichnung
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