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Bauen & Wohnen· Ratgeber

Wohnung kaufen: Nebenkosten in Österreich im Überblick

Beim Kauf einer Wohnung kommen zum Kaufpreis erhebliche Nebenkosten. Welche Posten anfallen und warum sie früh eingeplant werden sollten.

Von Presseinfo Redaktion27. September 2026, 10:06aktualisiert 22. Oktober 2026
Wohnung kaufen: Kaufvertrag, Füllfeder und Schlüssel auf einem Schreibtisch im NotariatKI-generiert
Wohnung kaufen: Kaufvertrag, Füllfeder und Schlüssel auf einem Schreibtisch im Notariat. Symbolbild, KI-generiert. Zeigt kein reales Ereignis.

Wer eine Wohnung kaufen möchte, rechnet zuerst mit dem Kaufpreis. In Österreich kommen jedoch Nebenkosten hinzu, die je nach Fall rund zehn Prozent des Kaufpreises ausmachen können. Da Banken diese Kosten meist nicht mitfinanzieren, müssen sie häufig aus Eigenmitteln bezahlt werden.

Wohnung kaufen: Die wichtigsten Nebenkosten

Beim Erwerb einer Eigentumswohnung fallen typischerweise folgende Posten an:

  • Grunderwerbsteuer: Sie beträgt in der Regel 3,5 Prozent des Kaufpreises.
  • Grundbuch-Eintragungsgebühr: Für die Eintragung des Eigentumsrechts werden 1,1 Prozent fällig.
  • Pfandrechtseintragung: Wird der Kauf mit einem Kredit finanziert, fallen für die Eintragung des Pfandrechts zusätzlich 1,2 Prozent des Pfandbetrags an.
  • Vertragserrichtung und Treuhandschaft: Notar oder Rechtsanwalt verrechnen ein Honorar, das je nach Kaufpreis und Aufwand variiert.
  • Maklerprovision: Wird die Wohnung über einen Makler gekauft, ist eine Provision üblich, deren Höchstsätze gesetzlich geregelt sind.

Für bestimmte Fälle gibt es Ausnahmen oder Befreiungen, etwa bei der Eintragungsgebühr für den Erwerb eines Hauptwohnsitzes unter bestimmten Voraussetzungen. Ob und in welchem Zeitraum solche Regelungen gelten, sollten Sie aktuell bei Notar, Bank oder Finanzamt erfragen.

Weitere Kosten nach dem Kauf

Neben den einmaligen Nebenkosten kommen laufende Ausgaben hinzu, die bei der Leistbarkeit berücksichtigt werden müssen:

  1. Betriebskosten für Wasser, Müll, Versicherung und Hausbetreuung
  2. Beiträge zur Reparaturrücklage der Eigentümergemeinschaft
  3. Heizkosten und Energie
  4. Kosten für die Hausverwaltung
  5. eigene Instandhaltung innerhalb der Wohnung

Ein Blick in die Protokolle der Eigentümerversammlungen und die Höhe der Rücklage zeigt, ob größere Sanierungen anstehen, etwa an Dach, Fassade oder Lift. Solche Beschlüsse können zusätzliche Zahlungen auslösen.

Eigenmittel und Finanzierung

Banken verlangen in Österreich in der Regel einen relevanten Anteil an Eigenmitteln. Da die Kaufnebenkosten meist zusätzlich aus eigenem Geld bezahlt werden müssen, sollten Käufer früh einen realistischen Finanzierungsplan erstellen. Lassen Sie sich mehrere Kreditangebote mit Effektivzinssatz und Gesamtbelastung geben und prüfen Sie, ob fixe oder variable Zinsen besser zu Ihrer Situation passen. Für Erstkäufer bieten manche Bundesländer Förderungen an, deren Bedingungen sich regelmäßig ändern.

Markt in Bewegung

Der Markt für Eigentumswohnungen hat sich 2026 belebt. Laut Remax-Immospiegel wurden im ersten Halbjahr um rund ein Viertel mehr Wohnungen verkauft als im Vorjahr. Die Statistik Austria meldete zudem einen neuen Höchststand beim Häuserpreisindex. Umso wichtiger ist eine sorgfältige Kalkulation, bevor ein Kaufanbot unterschrieben wird.

Achten Sie bei der Besichtigung auch auf die Allgemeinflächen. Zustand von Stiegenhaus, Keller, Dach und Fassade gibt Hinweise darauf, wie gut das Haus gepflegt wird. Fragen Sie die Hausverwaltung nach geplanten Erhaltungsarbeiten und deren Finanzierung. Bei Neubauwohnungen vom Bauträger gelten die Schutzbestimmungen des Bauträgervertragsgesetzes, das etwa Zahlungen nach Baufortschritt vorsieht.

Tipps vor der Unterschrift

Ein Kaufanbot ist in Österreich oft bindend. Lesen Sie es genau und lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen. Prüfen Sie Grundbuchauszug, Nutzwertgutachten, Energieausweis und Wohnungseigentumsvertrag. Bei Altbauwohnungen kann ein Sachverständiger den Zustand von Leitungen, Fenstern und Böden beurteilen. Und rechnen Sie die Nebenkosten von Anfang an in Ihr Budget ein, damit der Wohnungskauf nicht an den letzten Prozenten scheitert.

Häufige Fragen

Wie hoch sind die Nebenkosten beim Wohnungskauf in Österreich?+

Je nach Fall können sie rund zehn Prozent des Kaufpreises ausmachen. Dazu zählen Grunderwerbsteuer, Eintragungsgebühr, Vertragserrichtung und gegebenenfalls Makler.

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer?+

Beim Kauf beträgt sie in der Regel 3,5 Prozent des Kaufpreises.

Ist ein Kaufanbot in Österreich bindend?+

Ein unterschriebenes Kaufanbot ist meist bindend, sobald es angenommen wird. Daher sollte es vor der Unterschrift genau geprüft werden.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde KI-unterstützt erstellt und von der Redaktion geprüft. Mehr zur Kennzeichnung

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