WIFO-Prognose Oktober 2026: 0,9 Prozent Wachstum, Inflation bei 3,3
WIFO und IHS sehen Österreichs Wirtschaft 2026 um 0,8 bis 0,9 Prozent wachsen. Die Inflation bleibt mit über drei Prozent hoch, die Arbeitslosenquote steigt auf 7,6 Prozent.
KI-generiertDie neue WIFO-Prognose vom Oktober 2026 zeigt eine Wirtschaft, die langsam wieder wächst, aber unter hoher Teuerung leidet. Das Wirtschaftsforschungsinstitut WIFO erwartet für heuer ein reales Wachstum von 0,9 Prozent, das Institut für Höhere Studien (IHS) geht von 0,8 Prozent aus. Die gemeinsame Herbstprognose wurde am 14. Oktober vorgelegt.
WIFO-Prognose: die wichtigsten Zahlen
Für 2027 rechnen beide Institute mit einer leichten Beschleunigung. Das WIFO erwartet dann 1,3 Prozent Wachstum, das IHS 1,0 Prozent. Die Kernzahlen im Überblick:
- Wirtschaftswachstum 2026: 0,9 Prozent (WIFO) bzw. 0,8 Prozent (IHS)
- Wirtschaftswachstum 2027: 1,3 Prozent (WIFO) bzw. 1,0 Prozent (IHS)
- Inflation 2026: 3,3 Prozent (WIFO) bzw. 3,1 Prozent (IHS)
- Inflation 2027: 2,6 Prozent (WIFO) bzw. 2,8 Prozent (IHS)
- Arbeitslosenquote 2026: 7,6 Prozent laut beiden Instituten
- Arbeitslosenquote 2027: 7,3 Prozent (WIFO) bzw. 7,4 Prozent (IHS)
Zum Vergleich: In der Prognose vom Dezember 2025 hatten WIFO und IHS für 2026 noch mit 1,2 bzw. 1,0 Prozent Wachstum und einer Inflation von rund 2,5 Prozent gerechnet. Die Erwartungen wurden also nach unten korrigiert, vor allem wegen der gestiegenen Energiepreise.
Industrie und Export ziehen an, Bau bleibt schwach
Lichtblick ist die Industrie. Die Wertschöpfung in der Warenherstellung soll laut WIFO heuer um 2,3 Prozent zulegen, getragen von stärkerer Nachfrage aus dem Ausland. Das Niveau von 2022 wird aber weiterhin klar verfehlt. Auch die Exporte erholen sich: Das WIFO erwartet ein Plus von 2,3 Prozent, das IHS von 2,0 Prozent. Bei den Ausrüstungsinvestitionen rechnen die Institute mit einem Zuwachs von 1,9 bzw. 2,5 Prozent.
Die Bauwirtschaft bleibt dagegen das Sorgenkind. Die Bauinvestitionen gehen 2026 laut WIFO um 0,6 Prozent und laut IHS um 1,5 Prozent zurück. Der private Konsum wächst nur leicht, um 0,4 bis 0,5 Prozent. Gestützt wird er vor allem dadurch, dass die Haushalte weniger sparen, obwohl die Reallöhne leicht sinken. Der öffentliche Konsum verlangsamt sich wegen der Budgetkonsolidierung.
Inflation und Arbeitsmarkt in der WIFO-Prognose
Die Teuerung bleibt das größte Problem für Haushalte. Mit 3,1 bis 3,3 Prozent liegt die erwartete Jahresinflation 2026 deutlich über dem Ziel der Europäischen Zentralbank von zwei Prozent. Erst 2027 soll sie wieder etwas zurückgehen.
Am Arbeitsmarkt ist noch keine Trendwende in Sicht. Die Beschäftigung wächst zwar um 0,4 bis 0,5 Prozent, die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition steigt aber auf 7,6 Prozent. Für 2027 wird ein leichter Rückgang erwartet.
Risiken: Nahost und Energiepreise
Als größte Abwärtsrisiken nennen die Institute den Konflikt im Nahen Osten und dauerhaft hohe Energiepreise. Dazu kommen die Konkurrenz aus China, die schwankende Handelspolitik der USA und eine möglicherweise strengere Budgetsanierung. Positiv könnten sich eine rasche diplomatische Lösung im Nahen Osten und eine kräftigere Erholung der deutschen Industrie auswirken.
Für Unternehmen und Haushalte bedeutet die WIFO-Prognose vor allem eines: Die Erholung kommt, aber sie bleibt zäh. Betriebe in der Industrie können mit etwas besseren Auftragslagen rechnen, während Bauunternehmen und Handel weiter unter Druck stehen. Für Kreditnehmer bleibt die Lage angespannt, solange die Inflation über dem Zielwert der EZB liegt. Die Prognose ist zudem Grundlage für die Budgetplanung des Bundes und für die laufenden Lohnverhandlungen im Herbst. Die nächste Prognose von WIFO und IHS ist für den Winter geplant.
Häufige Fragen
Wie hoch ist das Wachstum laut WIFO-Prognose 2026?+
Das WIFO erwartet 0,9 Prozent, das IHS 0,8 Prozent reales Wachstum für 2026.
Welche Inflation erwarten WIFO und IHS?+
Für 2026 rechnen sie mit 3,3 bzw. 3,1 Prozent, für 2027 mit 2,6 bzw. 2,8 Prozent.
Wie entwickelt sich die Arbeitslosigkeit?+
Die Arbeitslosenquote steigt 2026 laut beiden Instituten auf 7,6 Prozent und soll 2027 leicht sinken.
Quelle: WKO – Konjunkturprognose WIFO/IHS 3/2026
Hinweis: Dieser Beitrag wurde KI-unterstützt erstellt und von der Redaktion geprüft. Mehr zur Kennzeichnung
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