Zum Inhalt
Chronik

Wien kaum Regen im Oktober: Nur ein Prozent der üblichen Menge

Im Osten Österreichs ist der Oktober bisher extrem trocken, im Westen hat es dagegen kräftig geregnet. Was die Wettermodelle bis Ende Oktober zeigen.

Von Presseinfo Redaktion12. Oktober 2026, 15:09 · Wienaktualisiert 22. Oktober 2026
Wien kaum Regen: trockener Boden in einem Wiener Weingarten im OktoberKI-generiert
Wien kaum Regen: trockener Boden in einem Wiener Weingarten im Oktober. Symbolbild, KI-generiert. Zeigt kein reales Ereignis.

Wien kaum Regen: Der Oktober 2026 präsentiert sich im Osten Österreichs bisher außergewöhnlich trocken. An der Wetterstation Hohe Warte wurden vom 1. bis 11. Oktober gerade einmal 0,3 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen. Das entspricht etwa einem Prozent der Menge, die im Oktober üblicherweise fällt. Das langjährige Mittel liegt bei 47 Litern pro Quadratmeter.

Wien kaum Regen, Westen deutlich nasser

Auch in anderen Teilen des Ostens und Südens ist es sehr trocken. In Eisenstadt fielen bis zum 11. Oktober etwa zwei Prozent der üblichen Monatsmenge, in Graz vier Prozent, in Lienz zwei Prozent. Ganz anders im Westen: In Bregenz wurden 86,9 Liter pro Quadratmeter gemessen, das sind bereits rund 75 Prozent des Monatsmittels. Fast 79 Liter davon fielen allein am 8. und 10. Oktober, als eine Kaltfront über das Land zog. Innsbruck kam auf etwas mehr als die Hälfte der üblichen Menge.

Prognose: Kaum Änderung in Sicht

Für Wien zeigen die Ensemble-Berechnungen des amerikanischen Wettermodells bis 28. Oktober kaum Niederschlag. Nur einzelne Rechenläufe deuten auf etwas Regen rund um den 24. und 27. Oktober hin. Einige Modelle sahen für Kärnten ab 19. Oktober durch ein Italientief mehr Regen, Meteorologen hielten das jedoch für wenig wahrscheinlich.

Ausblick auf November und Winter

Langfristige Prognosen sind mit Vorsicht zu genießen, geben aber eine Tendenz. Im saisonalen Modell des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage zeigen 65 Prozent der Läufe für November überdurchschnittlichen Niederschlag, 57 Prozent überdurchschnittliche Temperaturen. Für den Winter 2026/27 deutet das Modell auf eher milde Verhältnisse hin: Für Dezember zeigen 76 Prozent der Läufe wärmere Bedingungen als im Mittel, für Jänner 65 Prozent und für Februar 61 Prozent.

Was Trockenheit im Herbst bedeutet

Ein trockener Herbst hat Folgen, die oft unterschätzt werden:

  • Böden und Grundwasser starten mit einem Defizit in den Winter
  • Jungbäume und frisch gesetzte Pflanzen leiden, Gießen bleibt im Garten wichtig
  • in Wäldern bleibt die Waldbrandgefahr erhöht, offenes Feuer ist zu vermeiden
  • trockene Luft und Hochnebellagen können die Feinstaubbelastung erhöhen

Tipps für Garten und Balkon

Wer im Herbst Bäume, Sträucher oder Blumenzwiebeln setzt, sollte bei anhaltender Trockenheit regelmäßig und durchdringend gießen, idealerweise am Vormittag. Immergrüne Pflanzen wie Kirschlorbeer oder Buchs verdunsten auch im Winter Wasser und profitieren von einer Mulchschicht. Regentonnen sollten vor dem ersten Frost geleert werden.

Für die Landwirtschaft im Osten ist die Trockenheit eine zusätzliche Belastung. Wintergetreide, das jetzt angebaut wird, braucht für die Keimung ausreichend Bodenfeuchte. Auch die Weinbauern rund um Wien beobachten die Lage, wobei die Lese heuer größtenteils bereits abgeschlossen ist. Hydrologen weisen darauf hin, dass gerade der Herbst und Winter wichtig sind, um Grundwasserspeicher wieder aufzufüllen. Bleibt Regen über Monate aus, können Pegelstände von Brunnen und Seen sinken.

Wer selbst Daten verfolgen möchte, findet aktuelle Messwerte und Klimavergleiche bei GeoSphere Austria. Dort lässt sich für viele Stationen nachsehen, wie sich die Niederschläge im Vergleich zum langjährigen Mittel entwickeln.

Häufige Fragen

Wie viel Regen fiel in Wien Anfang Oktober?+

An der Messstelle Hohe Warte wurden vom 1. bis 11. Oktober nur 0,3 Liter pro Quadratmeter gemessen, rund ein Prozent des Oktober-Mittels von 47 Litern.

Wo hat es im Oktober viel geregnet?+

Vor allem in Vorarlberg: In Bregenz fielen bis 11. Oktober 86,9 Liter pro Quadratmeter, rund 75 Prozent des Monatsmittels.

Quelle: VIENNA.AT

Hinweis: Dieser Beitrag wurde KI-unterstützt erstellt und von der Redaktion geprüft. Mehr zur Kennzeichnung

Der Presseinfo-Brief

Die wichtigsten Nachrichten aus Österreich, jeden Morgen kostenlos im Postfach.

Mehr aus Chronik