Tatort Ephesos: Kleopatra-Ausstellung des KHM in der Hofburg
Ab 20. Oktober zeigt das Kunsthistorische Museum „Kleopatra und Rom. Tatort Ephesos“ – eine Ausstellung über den ungeklärten Tod von Kleopatras Schwester.
KI-generiertMit „Tatort Ephesos. Kleopatra und Rom“ eröffnet das Kunsthistorische Museum Wien am 20. Oktober eine Ausstellung, die Archäologie wie einen Kriminalfall erzählt. Gezeigt wird die Schau bis 29. März 2027 in der Neuen Hofburg am Heldenplatz, der Zugang erfolgt über das Weltmuseum Wien.
Tatort Ephesos: der Tod der Arsinoë
Im Zentrum steht der bis heute ungeklärte Tod von Arsinoë IV., der jüngeren Schwester und Rivalin Kleopatras. Antike Quellen berichten, dass sie im Jahr 41 vor Christus im Artemision von Ephesos getötet wurde – auf Betreiben Kleopatras und Marcus Antonius'. Die Ausstellung verknüpft diese Geschichte mit den Machtkämpfen zwischen Kleopatra, Julius Caesar, Marcus Antonius und Octavian, dem späteren Kaiser Augustus.
Besucherinnen und Besucher können laut KHM selbst ermitteln: Archäologische Funde, historische Quellen und naturwissenschaftliche Erkenntnisse werden wie Indizien präsentiert.
Das Oktogon und andere Exponate
Ein zentrales Objekt ist das sogenannte Oktogon, ein achteckiges Grabmal aus Ephesos vom Ende des 1. Jahrhunderts vor Christus. Lange wurde vermutet, dass darin Arsinoë bestattet sein könnte. DNA-Analysen zeigten jedoch, dass das Skelett einem knapp 13-jährigen Buben gehörte. Wer im Grab lag, ist weiterhin offen.
Zu den weiteren Exponaten zählen:
- der rekonstruierte Altar des Artemisions aus dem 4. Jahrhundert vor Christus
- eine Statue der Artemis Ephesia, der Stadtgöttin
- ein Porträtkopf Kleopatras VII. als Leihgabe der Staatlichen Museen zu Berlin
- eine Büste Julius Caesars und ein Porträtkopf Octavians aus dem KHM
- ein Modell des Oktogons aus den späten 1970er-Jahren
Öffnungszeiten und Ticket-Tipps
Die Ausstellung ist täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr geöffnet, dienstags bis 21 Uhr. Mit dem Ausstellungsticket ist bis 29. März 2027 ein einmaliger Eintritt ins Ephesos Museum inkludiert. Englischsprachige Führungen gibt es jeden Samstag um 15 Uhr.
Ephesos und Wien: eine lange Verbindung
Österreichische Archäologinnen und Archäologen graben seit dem 19. Jahrhundert in Ephesos an der heutigen türkischen Westküste. Viele Funde aus den frühen Grabungen befinden sich im Ephesos Museum in der Neuen Hofburg. Die neue Ausstellung knüpft an diese Tradition an und zeigt, wie moderne Methoden – etwa DNA-Analysen – alte Annahmen auf den Prüfstand stellen. Für Familien mit älteren Kindern und Krimi-Fans eignet sich die Schau ebenso wie für Geschichtsinteressierte.
Die Ausstellung eignet sich gut für einen Kombi-Besuch in der Hofburg. Im selben Gebäudekomplex befinden sich neben dem Ephesos Museum auch das Weltmuseum Wien und weitere Sammlungen des Kunsthistorischen Museums, etwa die Sammlung alter Musikinstrumente sowie die Hofjagd- und Rüstkammer. Wer den Dienstagabend nutzt, profitiert von den verlängerten Öffnungszeiten bis 21 Uhr und meist ruhigeren Ausstellungsräumen.
Für einen gelungenen Besuch empfiehlt es sich, etwa eineinhalb Stunden einzuplanen. Wer die Hintergründe vertiefen möchte, findet im Ephesos Museum originale Bauteile und Skulpturen aus der antiken Stadt, die den Kontext der Ausstellung anschaulich ergänzen.
Häufige Fragen
Wann ist die Ausstellung Tatort Ephesos zu sehen?+
Von 20. Oktober 2026 bis 29. März 2027 in der Neuen Hofburg, Zugang über das Weltmuseum Wien.
Was ist das Oktogon von Ephesos?+
Ein achteckiges Grabmal aus dem 1. Jahrhundert vor Christus. DNA-Analysen zeigten, dass darin ein knapp 13-jähriger Bub bestattet war.
Quelle: Kunsthistorisches Museum Wien
Hinweis: Dieser Beitrag wurde KI-unterstützt erstellt und von der Redaktion geprüft. Mehr zur Kennzeichnung
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