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Bauen & Wohnen

Stinkwanzen in Wohnung und Garten: Warum 2026 ein Wanzenjahr ist

Im Herbst suchen Marmorierte Baumwanzen Winterquartiere und landen dabei oft in Wohnungen. Für Menschen sind sie harmlos, im Garten aber ein Problem.

Von Presseinfo Redaktion4. Oktober 2026, 09:22 · Wienaktualisiert 22. Oktober 2026
Stinkwanzen: Marmorierte Baumwanze am Fensterrahmen vor einem herbstlichen GartenKI-generiert
Stinkwanzen: Marmorierte Baumwanze am Fensterrahmen vor einem herbstlichen Garten. Symbolbild, KI-generiert. Zeigt kein reales Ereignis.

Stinkwanzen tauchen derzeit in vielen Wohnungen in Wien und anderen Teilen Österreichs auf. Wie VIENNA.AT Anfang Oktober berichtete, sucht vor allem die Marmorierte Baumwanze bei sinkenden Temperaturen nach warmen, geschützten Winterquartieren. Licht und Wärme ziehen die Tiere an, weshalb sie über Fenster und Ritzen ins Haus gelangen.

Stinkwanzen: Herkunft und Verbreitung

Die Marmorierte Baumwanze stammt ursprünglich aus Ostasien. Nach Europa kam sie vermutlich mit Transportgütern, erste Nachweise gab es in den 2000er-Jahren in der Schweiz und in Liechtenstein. In Österreich wurde sie ab 2015 in Wien und Dornbirn gefunden und hat sich seither stark ausgebreitet. Die Tiere werden etwa 15 Millimeter groß und haben einen bräunlich marmorierten Panzer. Daneben gibt es die heimische Grüne Stinkwanze, die im Sommer grün und im Herbst braun gefärbt ist und ebenfalls ein übel riechendes Sekret absondern kann.

Warum 2026 als Wanzenjahr gilt

Der Zoologe Manfred Hartbauer von der Universität Graz bezeichnet 2026 als „Wanzenjahr“. Warme Temperaturen beschleunigen die Vermehrung, Trockenheit setzt den Tieren hingegen kaum zu. Der Klimawandel könnte die Bestände weiter wachsen lassen. Hoffnung setzen Fachleute auf natürliche Gegenspieler wie Schlupfwespen, die die Eier der Wanzen parasitieren.

Schäden im Garten und in der Landwirtschaft

Für Menschen, Haustiere und Zimmerpflanzen sind die Wanzen ungefährlich. Sie beißen nicht und übertragen keine Krankheiten. Im Garten und in der Landwirtschaft richten sie aber Schäden an. Die Tiere saugen Pflanzensäfte, wodurch sich Früchte und Blätter verfärben, verformen oder vorzeitig abfallen können. Die AGES nennt mehr als 100 mögliche Wirtspflanzen. Heuer waren laut Bericht vor allem Tomaten, Bohnen und Erbsen betroffen. Im Obstbau wurde eine Notzulassung für ein Pflanzenschutzmittel für 2026 verlängert, Biobetriebe leiden besonders bei der Birnenernte.

Was gegen Stinkwanzen in der Wohnung hilft

Fachleute raten zu einfachen Maßnahmen:

  • Insektenschutzgitter an Fenstern und Balkontüren anbringen
  • Ritzen und Spalten an Fenstern und Rollladenkästen abdichten
  • beim Lüften am Abend das Licht ausschalten
  • Brennholz, Kisten und Gartenmöbel vor dem Hineintragen kontrollieren

Hat sich eine Wanze in die Wohnung verirrt, sollte man sie nicht zerdrücken oder mit dem Staubsauger einsaugen. Dabei setzt sie ihr übel riechendes Sekret frei, das sich nur schwer entfernen lässt. Besser ist es, das Tier mit einem Glas und einem Blatt Papier einzufangen und ins Freie zu bringen.

Tipps für Hobbygärtner

Im Gemüsegarten hilft es, Pflanzen regelmäßig zu kontrollieren und Wanzen sowie Eigelege auf der Blattunterseite abzusammeln. Kulturschutznetze können empfindliche Pflanzen schützen. Ein vielfältiger Garten mit Blühpflanzen fördert Nützlinge. Chemische Mittel sind im Hausgarten meist wenig wirksam und schaden auch anderen Insekten. Hartbauer forscht laut Bericht derzeit an einer pestizidfreien Methode, bei der Rauch eingesetzt wird, um die Tiere leichter einsammeln zu können.

Wer einen starken Befall beobachtet, kann sich beim Warndienst Pflanzengesundheit der AGES über aktuelle Entwicklungen informieren.

Häufige Fragen

Sind Stinkwanzen gefährlich?+

Nein. Stinkwanzen beißen nicht und übertragen keine Krankheiten. Sie sondern bei Gefahr aber ein unangenehm riechendes Sekret ab.

Wie werde ich Stinkwanzen in der Wohnung los?+

Am besten mit Glas und Papier einfangen und ins Freie bringen. Insektenschutzgitter und abgedichtete Ritzen verhindern, dass neue Tiere hereinkommen.

Quelle: VIENNA.AT

Hinweis: Dieser Beitrag wurde KI-unterstützt erstellt und von der Redaktion geprüft. Mehr zur Kennzeichnung

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