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Energie & Umwelt· Ratgeber

Starkregen: So schützen Sie Keller und Haus vor Wasser

Starkregen kann Keller innerhalb von Minuten fluten. Mit Rückstausicherung, dichten Lichtschächten und kluger Geländegestaltung lässt sich das Risiko deutlich senken.

Von Presseinfo Redaktion9. Oktober 2026, 08:13 · Kärntenaktualisiert 22. Oktober 2026
Starkregen: Wasser fließt auf einer Straße in Kärnten Richtung HauseinfahrtKI-generiert
Starkregen: Wasser fließt auf einer Straße in Kärnten Richtung Hauseinfahrt. Symbolbild, KI-generiert. Zeigt kein reales Ereignis.

Starkregen ist eine der häufigsten Ursachen für Wasserschäden an Wohnhäusern. Anders als bei Flusshochwasser kann er überall auftreten, auch weit entfernt von Gewässern. Innerhalb kurzer Zeit fallen große Mengen Regen, Kanäle laufen über und Wasser sucht sich den Weg in Keller, Tiefgaragen und Erdgeschoße. Mit einigen Maßnahmen lässt sich das Risiko deutlich verringern.

Starkregen: Wie Wasser ins Haus gelangt

Die typischen Eintrittswege sind:

  • Rückstau aus dem Kanal: Ist das öffentliche Netz überlastet, drückt Wasser durch Bodenabläufe, Duschen oder Toiletten im Keller zurück.
  • Oberflächenwasser: Wasser fließt über Einfahrten, Terrassen oder Hanglagen zum Gebäude.
  • Lichtschächte und Kellerfenster: Sie füllen sich und lassen Wasser in den Keller.
  • Undichte Wände: Drückendes Wasser dringt durch Risse oder Fugen.
  • Dachentwässerung: Verstopfte Rinnen laufen über und durchnässen Fassade und Fundament.

Rückstausicherung als wichtigste Maßnahme

Eine Rückstauklappe oder Hebeanlage verhindert, dass Abwasser aus dem Kanal ins Haus zurückfließt. In vielen Gemeinden ist eine Rückstausicherung für Räume unterhalb der Rückstauebene vorgeschrieben. Wichtig ist die regelmäßige Wartung, denn verschmutzte oder blockierte Klappen schließen im Ernstfall nicht. Ein Installateur kann prüfen, ob die vorhandene Sicherung ausreicht.

Schutz bei Starkregen rund ums Haus

  • Lichtschächte erhöhen: Ränder über Geländeniveau anheben oder dichte Abdeckungen montieren.
  • Kellerfenster abdichten: Druckwasserdichte Fenster in gefährdeten Lagen.
  • Gefälle prüfen: Einfahrten und Terrassen sollten vom Haus weg entwässern.
  • Schwellen einbauen: Kleine Aufkantungen bei Garagentoren und Kellerabgängen.
  • Versickerung schaffen: Entsiegelte Flächen und Sickermulden nehmen Wasser auf.
  • Dachrinnen reinigen: Besonders im Herbst nach dem Laubfall.

Gefährdung prüfen und vorsorgen

Wie stark ein Grundstück gefährdet ist, zeigt die Plattform HORA, die Naturgefahren wie Hochwasser, Oberflächenabfluss und Erdbeben in Österreich darstellt. Auch Gemeinden und Landesregierungen informieren über Gefahrenzonen. In Kärnten, wo in den vergangenen Jahren mehrfach Unwetter mit Muren und Überflutungen auftraten, bieten Gemeinden und Land Beratungen zum Objektschutz an.

Wertvolle Gegenstände, Heizungsanlagen und Elektroverteilungen sollten nicht am tiefsten Punkt des Kellers stehen. Wer eine neue Heizung oder einen Stromspeicher installiert, kann den Aufstellort bewusst höher wählen oder auf Sockel setzen.

Bei Neubauten und Sanierungen lässt sich der Schutz besonders günstig einplanen. Eine erhöhte Lage der Kellerzugänge, eine wasserdichte Bodenplatte oder eine sogenannte weiße Wanne aus wasserundurchlässigem Beton bieten in gefährdeten Lagen Sicherheit. Auch bei der Umgestaltung von Gärten und Einfahrten sollte das Gefälle bewusst gewählt werden.

Versicherung und Notfallplan

Viele Haushalts- und Eigenheimversicherungen decken Schäden durch Rückstau oder Überschwemmung nur eingeschränkt oder gegen Zuschlag. Ein Blick in die Polizze lohnt sich. Für den Ernstfall hilft ein einfacher Notfallplan:

  1. Unwetterwarnungen der GeoSphere Austria beobachten.
  2. Fahrzeuge aus Tiefgaragen holen, wenn Überflutungsgefahr besteht.
  3. Strom im Keller abschalten, bevor Wasser eindringt.
  4. Wertsachen und Dokumente in höhere Stockwerke bringen.
  5. Schäden dokumentieren und rasch der Versicherung melden.

Starkregen lässt sich nicht verhindern. Wer aber Rückstausicherung, Lichtschächte und Geländegestaltung im Blick hat, reduziert das Risiko teurer Schäden erheblich. Die Maßnahmen sind meist deutlich günstiger als die Sanierung eines überfluteten Kellers.

Häufige Fragen

Was ist eine Rückstauklappe?+

Eine Rückstausicherung verhindert, dass Abwasser aus dem öffentlichen Kanal bei Überlastung in den Keller zurückdrückt. Sie sollte regelmäßig gewartet werden.

Wie finde ich heraus, ob mein Haus gefährdet ist?+

Die Plattform HORA zeigt Naturgefahren wie Hochwasser und Oberflächenabfluss. Auch die Gemeinde und die Landesregierung geben Auskunft über Gefahrenzonen.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde KI-unterstützt erstellt und von der Redaktion geprüft. Mehr zur Kennzeichnung

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