Spritpreisbremse Österreich: 12 Cent weniger pro Liter bis November
Seit 1. Oktober gilt die Spritpreisbremse: Mineralölsteuer und Händlermargen sollen den Liter um rund 12 Cent verbilligen. Die Maßnahme läuft vorerst bis Ende November.
KI-generiertDie Spritpreisbremse ist seit Donnerstag, 1. Oktober 2026, in Kraft. Sie soll Benzin und Diesel in Österreich um rund 12 Cent pro Liter verbilligen und ist vorerst auf zwei Monate bis 30. November befristet. Hintergrund sind die stark gestiegenen Energiepreise, die zuletzt auch die Inflation nach oben getrieben haben.
Wie die Spritpreisbremse funktioniert
Die Maßnahme besteht aus zwei Teilen. Einerseits wird die Mineralölsteuer gesenkt, andererseits werden die Margen der Händler begrenzt. Eine bereits bestehende Steuersenkung ist in der neuen Entlastung nicht eingerechnet. Die zusätzliche Wirkung des neuen Pakets allein liegt bei etwa 10 Cent pro Liter, insgesamt soll der Preis um rund 12 Cent sinken.
Die Margenbegrenzung war politisch umstritten. ÖVP, NEOS und Wirtschaftsvertreter lehnten einen Eingriff in die Preisgestaltung ab, die SPÖ unterstützte ihn. Die nun beschlossene Lösung ist ein Kompromiss, der zunächst nur für Oktober und November gilt.
Erste Preise nach dem Start
Unmittelbar vor dem Start waren die Preise noch leicht gestiegen. Diesel kostete laut Daten vom Mittwoch im Schnitt rund 2,25 Euro je Liter, Superbenzin knapp 1,94 Euro. Am ersten Tag der Spritpreisbremse beobachtete der ÖAMTC in einer Stichprobe Senkungen von etwa 6 bis 10 Cent, an einigen Tankstellen bis zu 12 Cent. Der ARBÖ sah am frühen Nachmittag noch wenig Bewegung und meldete Durchschnittspreise von 2,221 Euro für Diesel und 1,921 Euro für Super.
Wie bei früheren Preisänderungen dürfte es einige Tage dauern, bis die Entlastung flächendeckend an den Zapfsäulen ankommt.
Kritik an der Spritpreisbremse
Die Maßnahme stößt auf unterschiedliche Reaktionen:
- Der Energiehandel warnt vor einem Tankstellensterben, weil die Margen gerade kleiner Betreiber ohnehin knapp seien.
- OeNB-Gouverneur Martin Kocher schlug als Alternative vor, gezielt besonders betroffene Pendlerinnen und Pendler zu entlasten.
- In Tirol, wo Treibstoff im Regelfall am teuersten ist, warf die Opposition der Landesregierung mangelnde Verantwortung vor. Landeshauptmann Anton Mattle wies die Kritik zurück.
Was Autofahrer jetzt beachten sollten
Für Autofahrerinnen und Autofahrer lohnt es sich weiterhin, Preise zu vergleichen. Die E-Control betreibt den Spritpreisrechner, der die günstigsten Tankstellen in der Umgebung anzeigt. Tankstellen dürfen ihre Preise in Österreich nur einmal täglich zu Mittag erhöhen, Senkungen sind jederzeit möglich. Wer flexibel ist, kann daher am späten Vormittag tanken, bevor mögliche Erhöhungen greifen.
Ob die Spritpreisbremse über den 30. November hinaus verlängert wird, ist offen. Das dürfte stark davon abhängen, wie sich die internationalen Ölpreise in den kommenden Wochen entwickeln.
Ökonominnen und Ökonomen verweisen darauf, dass solche Preisbremsen die gemessene Inflation zwar kurzfristig senken, das Budget aber belasten. Zudem profitieren alle Autofahrerinnen und Autofahrer gleichermaßen, unabhängig vom Einkommen. Befürworter halten dagegen, dass gerade Pendler im ländlichen Raum, Handwerksbetriebe und Transportunternehmen auf das Auto angewiesen sind und die hohen Preise kaum ausweichen können. Für Betriebe mit Fuhrpark lohnt es sich, die Tankabrechnungen im Oktober und November genau zu vergleichen. So lässt sich nachvollziehen, ob die Entlastung tatsächlich weitergegeben wird.
Häufige Fragen
Wie lange gilt die Spritpreisbremse?+
Sie gilt seit 1. Oktober 2026 und ist vorerst bis 30. November befristet.
Um wie viel wird Sprit billiger?+
Ziel sind rund 12 Cent pro Liter durch eine Senkung der Mineralölsteuer und eine Begrenzung der Händlermargen.
Wann darf eine Tankstelle die Preise erhöhen?+
Preiserhöhungen sind in Österreich nur einmal täglich zu Mittag erlaubt, Senkungen jederzeit.
Quelle: News.at
Hinweis: Dieser Beitrag wurde KI-unterstützt erstellt und von der Redaktion geprüft. Mehr zur Kennzeichnung
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