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Bauen & Wohnen· Ratgeber

Rasen im Herbst: Pflege, Vertikutieren und Nachsaat

Nach einem trockenen Sommer braucht der Rasen im Herbst Pflege. Vertikutieren, Nachsaat und der richtige Dünger bereiten ihn auf den Winter vor.

Von Presseinfo Redaktion17. Oktober 2026, 14:41 · Steiermarkaktualisiert 22. Oktober 2026
Rasen im Herbst: Nachsaat auf kahlen Stellen in einem Garten in der SteiermarkKI-generiert
Rasen im Herbst: Nachsaat auf kahlen Stellen in einem Garten in der Steiermark. Symbolbild, KI-generiert. Zeigt kein reales Ereignis.

Rasen im Herbst zu pflegen, zahlt sich aus. Nach heißen, trockenen Sommern zeigen viele Rasenflächen in der Steiermark und anderen Teilen Österreichs braune, lückige Stellen. Der Herbst mit milden Temperaturen und mehr Feuchtigkeit ist die beste Zeit, um den Rasen zu reparieren und widerstandsfähig zu machen.

Rasen im Herbst: Warum jetzt der richtige Zeitpunkt ist

Rasengräser wachsen bei Bodentemperaturen von etwa zehn Grad aufwärts gut. Im September und Oktober ist der Boden noch warm, gleichzeitig regnet es häufiger, und die Hitze des Sommers ist vorbei. Grassamen keimen in dieser Phase zuverlässig, und junge Gräser können sich vor dem Winter etablieren. Unkräuter wachsen dagegen langsamer, was der Nachsaat einen Vorsprung verschafft.

Vertikutieren oder nur Rechen?

Beim Vertikutieren ritzen Messer die Grasnarbe an und entfernen Moos und abgestorbenes Pflanzenmaterial, den sogenannten Rasenfilz. Das verbessert die Durchlüftung und erleichtert das Eindringen von Wasser. Nicht jeder Rasen braucht diese Behandlung jedes Jahr. Ein einfacher Test: Ziehen Sie einen Rechen durch den Rasen. Bleibt viel Filz und Moos hängen, ist Vertikutieren sinnvoll. Wichtig ist, nur bei trockenem Rasen und nicht zu tief zu arbeiten. Danach sieht die Fläche zunächst kahl aus, erholt sich aber rasch.

Nachsaat richtig durchführen

Kahle Stellen sollten im Herbst nachgesät werden. So gehen Sie vor:

  1. Fläche kurz mähen und vertikutieren oder kräftig rechen
  2. Lücken leicht auflockern und bei Bedarf etwas Rasenerde aufbringen
  3. Saatgut gleichmäßig verteilen, ideal mit einem Streuwagen
  4. Samen leicht einarbeiten oder andrücken
  5. Fläche in den folgenden Wochen feucht halten

Für sonnige, trockene Lagen gibt es Saatmischungen mit trockenheitsverträglichen Gräsern. Gegen Ende Oktober wird die Nachsaat je nach Witterung unsicherer, weil die Keimung bei kühlem Boden länger dauert.

Herbstdünger und letzter Schnitt

Ein Herbstdünger mit höherem Kaliumanteil stärkt die Zellwände der Gräser und macht sie widerstandsfähiger gegen Frost und Pilzkrankheiten. Stickstoffbetonte Dünger sind im Spätherbst weniger geeignet, weil sie weiches Wachstum fördern. Gemäht wird, solange der Rasen wächst. Der letzte Schnitt sollte nicht zu kurz ausfallen, etwa vier bis fünf Zentimeter gelten als gute Höhe für den Winter.

Laub, Nässe und Winterruhe

Herabfallendes Laub sollte regelmäßig vom Rasen entfernt werden. Bleibt es liegen, fehlt den Gräsern Licht, und es kann zu Fäulnis und Schneeschimmel kommen. Bei Frost und Raureif sollte der Rasen nicht betreten werden, da die gefrorenen Halme brechen. Staunässe deutet auf verdichteten Boden hin. Hier hilft im nächsten Jahr Aerifizieren, also das Ausstechen kleiner Löcher, kombiniert mit Sand.

Langfristig hilft eine angepasste Pflege. Fachleute empfehlen, im Sommer seltener, aber durchdringend zu gießen, damit die Wurzeln in die Tiefe wachsen. Wer große Flächen hat, die regelmäßig verbrennen, kann über Alternativen nachdenken, etwa eine Blumenwiese oder trockenheitsverträgliche Staudenpflanzungen in Randbereichen. So bleibt der Garten auch in heißen Sommern grün, und der Wasserverbrauch sinkt.

Häufige Fragen

Bis wann kann man Rasen im Herbst nachsäen?+

Am besten im September und Anfang Oktober. Gegen Ende Oktober wird die Keimung bei kühlem Boden langsamer und unsicherer.

Wie kurz sollte der letzte Rasenschnitt sein?+

Etwa vier bis fünf Zentimeter gelten als gute Höhe für den Winter. Zu kurz geschnittener Rasen ist anfälliger für Frostschäden.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde KI-unterstützt erstellt und von der Redaktion geprüft. Mehr zur Kennzeichnung

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