Konjunktur Österreich: Raiffeisen erwartet 2026 nur 0,5 Prozent Plus
Raiffeisen Research rechnet für heuer nur mit rund einem halben Prozent Wachstum. Auch 2027 und 2028 bleibt Österreich hinter der Eurozone und Deutschland zurück.
KI-generiertDie Konjunktur Österreich kommt 2026 kaum vom Fleck: Raiffeisen Research erwartet für heuer nur ein Wirtschaftswachstum von rund 0,5 Prozent. Das hat Ökonom Matthias Reith beim Business-Frühstück der Raiffeisenlandesbank Kärnten am 14. Oktober in Velden am Wörthersee dargelegt. Damit liegt Österreich deutlich unter dem Durchschnitt der Eurozone.
Konjunktur Österreich: schwaches erstes Halbjahr
Im ersten Halbjahr 2026 ist die heimische Wirtschaft laut Raiffeisen Research nahezu stagniert. Österreich sei von hohen Energiepreisen, dem Zinsniveau und der allgemeinen Unsicherheit stärker getroffen worden als die meisten anderen europäischen Länder. Lichtblick ist die Stimmung in den Unternehmen: Sie hat sich zuletzt verbessert. Die Analysten gehen daher davon aus, dass die zweite Jahreshälfte etwas besser ausfällt als die erste.
Die Lage in den einzelnen Branchen ist allerdings uneinheitlich:
- Der Aufschwung in der Industrie hat an Tempo verloren.
- Die Bauwirtschaft steckt weiterhin in der Rezession.
- Auch im Dienstleistungsbereich bleibt die Entwicklung schwach.
Prognose 2027 und 2028: rund ein Prozent pro Jahr
Für 2027 und 2028 rechnet Raiffeisen Research mit einem Wachstum von jeweils etwa einem Prozent. Das wäre zwar eine Verbesserung, Österreich würde aber auch in diesen Jahren langsamer wachsen als die Eurozone und als Deutschland. Die erwartete Erholung werde zudem weniger stark von Investitionen und Exporten getragen sein als frühere Aufschwünge.
Als Grund nennen die Ökonomen vor allem die gesunkene Profitabilität vieler Unternehmen. Sie bremst langfristige Investitionen und damit auch die Aussichten für die Produktivität. Die Finanzierungsbedingungen bieten aus Sicht von Raiffeisen derzeit wenig Rückenwind.
Wettbewerbsfähigkeit als Schwachstelle
Ein zentrales Problem sehen die Analysten bei den Lohnstückkosten. Diese sind in Österreich in den vergangenen Jahren stärker gestiegen als im Durchschnitt der Eurozone. Das verschlechtert die preisliche Wettbewerbsfähigkeit heimischer Betriebe auf den internationalen Märkten und dürfte das Exportwachstum dämpfen. Gerade für eine exportorientierte Volkswirtschaft wie Österreich ist das ein empfindlicher Punkt.
Raiffeisen Research fordert deshalb Reformen, die die Rahmenbedingungen für Investitionen und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts verbessern. Konkrete Einzelmaßnahmen wurden in der Präsentation nicht im Detail beziffert.
Zinsen und Inflation: EZB bleibt vorsichtig
Auch zur Geldpolitik äußerte sich Raiffeisen Research. Die Europäische Zentralbank dürfte die Leitzinsen in den kommenden Monaten noch mindestens einmal anheben, um sogenannte Zweitrundeneffekte der Inflation zu verhindern. Erst wenn die Teuerung 2027 nachlässt, sehe man Spielraum für vorsichtige Zinssenkungen.
Bei den langfristigen Kapitalmarktzinsen erwarten die Experten nur begrenzten Rückgang. Sorgen um die öffentlichen Finanzen in den USA und in Europa würden verhindern, dass die Renditen deutlich fallen. Für Kreditnehmer und Häuslbauer bedeutet das: Eine rasche Rückkehr zu sehr niedrigen Finanzierungskosten ist vorerst nicht in Sicht.
Was die Prognose für Betriebe bedeutet
Für Unternehmen in Kärnten und ganz Österreich zeichnet die Prognose ein Bild langsamer Erholung. Wer Investitionen plant, muss weiter mit vergleichsweise hohen Zinsen und schwacher Nachfrage im Inland rechnen. Gleichzeitig deutet die bessere Stimmung darauf hin, dass der Tiefpunkt in vielen Bereichen erreicht sein könnte. Ob daraus ein nachhaltiger Aufschwung wird, hängt laut Raiffeisen stark davon ab, ob die Politik Reformen für den Standort umsetzt.
Häufige Fragen
Wie stark wächst Österreichs Wirtschaft 2026 laut Raiffeisen?+
Raiffeisen Research erwartet für 2026 ein Wachstum von rund 0,5 Prozent und damit deutlich weniger als in der Eurozone.
Was erwartet Raiffeisen für 2027 und 2028?+
Für beide Jahre rechnen die Ökonomen mit jeweils etwa einem Prozent Wachstum, immer noch weniger als Eurozone und Deutschland.
Warum wächst Österreich langsamer?+
Genannt werden höhere Energiepreise, Zinsen, Unsicherheit, gesunkene Unternehmensgewinne und stark gestiegene Lohnstückkosten.
Quelle: Raiffeisenlandesbank Kärnten
Hinweis: Dieser Beitrag wurde KI-unterstützt erstellt und von der Redaktion geprüft. Mehr zur Kennzeichnung
Der Presseinfo-Brief
Die wichtigsten Nachrichten aus Österreich, jeden Morgen kostenlos im Postfach.
Mehr aus Wirtschaft
KI-generiertMessenger statt SMS: Österreicher tippen 25,5 Milliarden Chats
Rund 25,5 Milliarden Chatnachrichten, aber nur 192 Millionen SMS: Die neuen RTR-Berichte zeigen, wie stark Messenger-Apps SMS und klassische Handytelefonate verdrängen.
22. Oktober 2026
KI-generiertPresseinfo.at startet: Neues Portal für Nachrichten und Presseaussendungen aus Österreich
Das Wiener Medienunternehmen Digital Denker bringt mit Presseinfo.at ein Portal für Nachrichten, Ratgeber und Presseaussendungen aus allen neun Bundesländern online.
Digital Denker e.U. · 21. Oktober 2026 · Wien
KI-generiertPressekonferenz organisieren: Ablauf, Einladung und Checkliste
Eine Pressekonferenz ist aufwendig und lohnt sich nur bei echten Neuigkeiten. Wie Unternehmen sie richtig planen, einladen und durchführen.
21. Oktober 2026 · Kärnten
KI-generiertBrutto netto Gehalt Österreich: So wird Ihr Lohn berechnet
Vom Bruttogehalt bleibt netto deutlich weniger übrig. Wie sich Sozialversicherung und Lohnsteuer zusammensetzen und warum Urlaubs- und Weihnachtsgeld begünstigt sind.
20. Oktober 2026 · Kärnten