Psychische Krise: Wo es in Österreich sofort Hilfe gibt
In einer seelischen Krise zählt schnelle Hilfe. Welche Nummern und Stellen in Österreich rund um die Uhr erreichbar sind und wie Angehörige unterstützen können.
KI-generiertEine psychische Krise kann jeden treffen: nach einem Verlust, bei Überforderung im Beruf, in einer Trennung, bei Schulden oder ohne erkennbaren Anlass. Wichtig ist zu wissen, dass es in Österreich rund um die Uhr Hilfe gibt, kostenlos und auf Wunsch anonym. Niemand muss eine solche Situation allein durchstehen.
Psychische Krise: Diese Nummern helfen sofort
- Telefonseelsorge: 142, rund um die Uhr, kostenlos, anonym; zusätzlich gibt es Online-Beratung per Chat und Mail
- Rat auf Draht für Kinder, Jugendliche und Bezugspersonen: 147, rund um die Uhr, kostenlos, anonym
- Gesundheitshotline: 1450 für die Einschätzung, welche medizinische Hilfe nötig ist
- Rettung: 144 bei akuter Gefahr für das eigene Leben oder das anderer
- Polizei: 133 in akuten Gefahrensituationen
Zusätzlich gibt es in den Bundesländern Kriseninterventionszentren und psychosoziale Notdienste. In Wien etwa bieten das Kriseninterventionszentrum und der Psychosoziale Notdienst Unterstützung, in anderen Ländern übernehmen ähnliche Einrichtungen diese Aufgabe. Die Kontaktdaten finden sich auf den Gesundheitsseiten der Länder.
Warnzeichen erkennen
Anzeichen für eine ernste Krise können sein:
- anhaltende Hoffnungslosigkeit oder das Gefühl, dass nichts mehr Sinn hat
- starker sozialer Rückzug
- Schlaflosigkeit über längere Zeit
- Verlust des Interesses an allem, was früher wichtig war
- vermehrter Konsum von Alkohol oder anderen Substanzen
- Äußerungen, nicht mehr leben zu wollen
Wer solche Gedanken bei sich selbst bemerkt, sollte sofort mit jemandem sprechen, etwa mit der Telefonseelsorge unter 142. Gedanken an den Tod sind in schweren Krisen nicht ungewöhnlich, und sie sind ein klares Signal, Hilfe anzunehmen.
Angehörigen in einer psychischen Krise beistehen
Wer sich um einen Menschen sorgt, kann viel bewirken:
- Das Gespräch suchen, ruhig nachfragen und zuhören, ohne zu bewerten.
- Sorgen offen ansprechen. Das direkte Nachfragen nach Suizidgedanken erhöht das Risiko nicht, sondern kann entlasten.
- Gemeinsam nach Hilfe suchen, etwa einen Termin bei der Hausärztin vereinbaren oder gemeinsam bei einer Krisenstelle anrufen.
- Bei akuter Gefahr die Person nicht allein lassen und die Rettung unter 144 rufen.
- Auch auf sich selbst achten: Angehörige können sich ebenfalls an die Telefonseelsorge oder Beratungsstellen wenden.
Nach der akuten Krise
Ist die akute Situation überstanden, ist eine weitere Begleitung wichtig. Möglichkeiten sind Gespräche bei der Hausärztin oder dem Hausarzt, fachärztliche Behandlung in der Psychiatrie, klinisch-psychologische Behandlung, die seit 2026 auf Kassenkosten möglich ist, sowie Psychotherapie. Psychosoziale Beratungsstellen helfen bei der Suche nach dem passenden Angebot.
Hilfreich ist es außerdem, sich vorab einen persönlichen Krisenplan zu überlegen, am besten gemeinsam mit einer Ärztin, einem Therapeuten oder einer Vertrauensperson. Darin steht, welche Warnzeichen man bei sich kennt, was in schwierigen Momenten guttut, wen man anrufen kann und welche Notrufnummern gelten. Ein solcher Plan auf einem Zettel oder im Handy kann in einer akuten Situation Orientierung geben.
Psychische Krise: kein Zeichen von Schwäche
Viele Menschen zögern, Hilfe zu suchen, weil sie sich schämen oder glauben, sie müssten allein zurechtkommen. Fachleute betonen, dass seelische Krisen behandelbar sind und dass es Stärke zeigt, Unterstützung anzunehmen. Die Telefonseelsorge ist unter 142 jederzeit erreichbar, auch nachts und an Feiertagen.
Häufige Fragen
Wen kann ich in einer psychischen Krise sofort anrufen?+
Die Telefonseelsorge unter 142, rund um die Uhr, kostenlos und anonym. Junge Menschen erreichen Rat auf Draht unter 147.
Wann muss ich die Rettung rufen?+
Bei akuter Gefahr für das eigene Leben oder das anderer sofort 144 wählen.
Wie kann ich einem Angehörigen in der Krise helfen?+
Zuhören, Sorgen offen ansprechen, gemeinsam Hilfe suchen und bei akuter Gefahr die Person nicht allein lassen.
Hinweis: Dieser Beitrag wurde KI-unterstützt erstellt und von der Redaktion geprüft. Mehr zur Kennzeichnung
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