Psychiatrische Reha in Salzburg: Oberndorf erhält 35 neue Betten
Die Rehaklinik Oberndorf bei Salzburg baut ihre Kapazitäten für psychische Rehabilitation um 35 Betten aus. Auch im Montafon wird erweitert.
KI-generiertDie psychiatrische Reha in Österreich wird ausgebaut: Die Rehaklinik Oberndorf bei Salzburg erhält 35 zusätzliche Betten, einen neuen Therapiebereich und weitere Infrastruktur. Das berichtete MeinBezirk am 6. Oktober. Betreiber ist die Vitrea-Gruppe, die im Auftrag der Kostenträger ihre Kapazitäten für psychische und psychosomatische Rehabilitation erweitert.
Psychiatrische Reha: Investitionen in Salzburg und Vorarlberg
In Oberndorf werden laut Bericht 12,6 Millionen Euro investiert. In der Rehaklinik Montafon in Vorarlberg fließen 1,4 Millionen Euro in eine stationäre Erweiterung. Beide Projekte sind Teil einer größeren Investitionsoffensive der Gruppe an Standorten in Österreich und anderen deutschsprachigen Ländern.
Hoher Bedarf an Rehabilitation
Der Ausbau wird mit dem steigenden Bedarf begründet. Laut Bericht leben in Österreich rund 2,1 Millionen Menschen mit einer psychischen Erkrankung. Nach Angaben der OECD ist die österreichische Bevölkerung stärker betroffen als der EU-Durchschnitt. Unter Verweis auf Daten von WIFO und Pensionsversicherung nennt der Betreiber weitere Zahlen:
- Bei den 25- bis 44-Jährigen sind psychische Erkrankungen die häufigste Ursache für Langzeitkrankenstände, mit rund 1,97 Millionen Fehltagen pro Jahr.
- 46,9 Prozent der neu zuerkannten Berufsunfähigkeits- und Invaliditätspensionen sind psychisch bedingt.
- Die Gesamtkosten werden auf 4,3 Prozent der Wirtschaftsleistung geschätzt.
Christian Breitfuß, Regional-COO von Vitrea Österreich, sagte, psychische Erkrankungen seien für immer mehr Menschen eine langfristige gesundheitliche Einschränkung.
Für Patientinnen und Patienten aus Salzburg und Oberösterreich bedeutet der Ausbau in Oberndorf mehr Plätze in Wohnortnähe. Wann die zusätzlichen Betten in Betrieb gehen, hängt vom Baufortschritt ab. Zuweisungen erfolgen weiterhin über die Sozialversicherung.
Was eine psychiatrische Reha bietet
Eine stationäre psychiatrische oder psychosomatische Rehabilitation dauert in der Regel mehrere Wochen. Sie kombiniert Einzel- und Gruppentherapie, Bewegung, kreative Therapien, Entspannungsverfahren und sozialarbeiterische Beratung. Ziel ist es, die Belastbarkeit zu stärken, Rückfällen vorzubeugen und die Rückkehr in Alltag und Beruf zu erleichtern. Daneben gibt es zunehmend ambulante Angebote, bei denen Betroffene zu Hause wohnen.
Fachleute betonen, dass Rehabilitation vor allem dann wirkt, wenn sie gut in die weitere Behandlung eingebettet ist. Nach der Reha sollte daher eine ambulante Nachbetreuung geplant werden, etwa durch Psychotherapie, klinisch-psychologische Behandlung oder fachärztliche Kontrollen. Auch eine schrittweise Rückkehr an den Arbeitsplatz kann sinnvoll sein. In Österreich gibt es dafür seit einigen Jahren das Modell der Wiedereingliederungsteilzeit, das mit Arbeitgeber und Krankenkasse vereinbart wird.
Psychiatrische Reha beantragen
Der Antrag wird meist von der behandelnden Ärztin oder dem Arzt gemeinsam mit der Patientin bzw. dem Patienten gestellt und beim zuständigen Sozialversicherungsträger eingereicht, für Erwerbstätige häufig bei der Pensionsversicherung. Nach Prüfung wird ein Platz zugewiesen. Wartezeiten sind möglich. Ein ausführlicher ärztlicher Befund beschleunigt das Verfahren.
Wer sich in einer akuten Krise befindet, sollte nicht auf einen Reha-Platz warten. Hilfe gibt es bei der Hausärztin oder dem Hausarzt, in psychiatrischen Ambulanzen, bei der Telefonseelsorge unter 142 und bei Rat auf Draht unter 147 für junge Menschen. Bei akuter Gefahr ist die Rettung unter 144 zu verständigen.
Häufige Fragen
Wie lange dauert eine psychiatrische Reha?+
Eine stationäre Rehabilitation dauert in der Regel mehrere Wochen. Daneben gibt es ambulante Angebote.
Wer beantragt eine psychiatrische Reha?+
Meist die behandelnde Ärztin oder der Arzt gemeinsam mit dem Patienten, eingereicht beim zuständigen Sozialversicherungsträger.
Quelle: MeinBezirk Flachgau
Hinweis: Dieser Beitrag wurde KI-unterstützt erstellt und von der Redaktion geprüft. Mehr zur Kennzeichnung
Der Presseinfo-Brief
Die wichtigsten Nachrichten aus Österreich, jeden Morgen kostenlos im Postfach.
Mehr aus Gesundheit
KI-generiertGrippeimpfung in Niederösterreich: Ärzten fehlt der Impfstoff
Für Erwachsene von 18 bis 59 fehlt der Standardimpfstoff gegen Grippe. Die Ärztekammer NÖ fordert, Fluad schon ab 50 im Gratisprogramm freizugeben.
22. Oktober 2026 · Niederösterreich
KI-generiertWasser trinken: Wie viel pro Tag sinnvoll ist
Wasser ist das wichtigste Getränk. Wie viel man täglich trinken sollte, welche Getränke zählen und woran man erkennt, dass der Körper mehr Flüssigkeit braucht.
20. Oktober 2026 · Oberösterreich
KI-generiertPflegekarenz und Pflegeteilzeit: Ansprüche und Pflegekarenzgeld
Wer einen Angehörigen pflegen will, kann beruflich kürzertreten. Wie Pflegekarenz und Pflegeteilzeit funktionieren und wer Pflegekarenzgeld bekommt.
19. Oktober 2026 · Vorarlberg
KI-generiertBallaststoffe: Warum Vollkorn und Hülsenfrüchte wichtig sind
Die meisten Menschen essen zu wenig Ballaststoffe. Dabei sättigen sie lange und tun der Verdauung gut. Wie Vollkorn, Gemüse und Hülsenfrüchte mehr Platz am Teller bekommen.
18. Oktober 2026 · Burgenland