Psychiatrie Home-Treatment in Tirol: Programm bis 2028 verlängert
Land Tirol und Sozialversicherung finanzieren das Home-Treatment für psychisch kranke Kinder und Jugendliche bis Ende 2028. Die Zahl der Plätze steigt.
KI-generiertDas Home-Treatment Tirol für Kinder und Jugendliche mit psychiatrischem Behandlungsbedarf wird fortgesetzt: Land Tirol und Sozialversicherung finanzieren das Programm bis Dezember 2028. Das berichtete MeinBezirk am 15. Oktober. Die Landes-Zielsteuerungskommission hat eine dritte Projektphase von Jänner 2027 bis Dezember 2028 beschlossen.
Home-Treatment Tirol: mehr Plätze und Personal
Für die neue Phase sind insgesamt rund zwei Millionen Euro vorgesehen, etwa 965.000 Euro für 2027 und mehr als 970.000 Euro für 2028. Die Zahl der Behandlungsplätze steigt von zehn auf zwölf. Das Personal ist abgesichert, zusätzlich kommt eine Ärztin bzw. ein Arzt in Ausbildung dazu.
So funktioniert die Behandlung zu Hause
Beim Home-Treatment kommen multiprofessionelle Teams zu den jungen Patientinnen und Patienten nach Hause. Die Familie wird in die Therapie eingebunden. Statt eines Aufenthalts auf einer Station findet die Behandlung im gewohnten Umfeld statt. Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele betonte, dass nicht für jede psychiatrische Erkrankung ein Spitalsaufenthalt die beste Therapie sei.
Seit dem Start im November 2023 wurden 95 Kinder und Jugendliche in diesem Modell behandelt. Eine Behandlung dauert im Durchschnitt rund 88 Tage.
Warum Behandlung im Alltag helfen kann
Fachleute sehen in solchen Modellen mehrere Vorteile. Kinder und Jugendliche bleiben in ihrer Familie und oft auch in ihrer Schule. Was in der Therapie erarbeitet wird, kann direkt im Alltag geübt werden. Eltern und Geschwister lernen, wie sie unterstützen können. Gleichzeitig werden stationäre Betten für jene frei, die eine Aufnahme dringend brauchen. Die Kinder- und Jugendpsychiatrie ist in Österreich seit Jahren ein Engpassfach mit langen Wartezeiten.
Welche Form der Behandlung im Einzelfall passt, entscheiden Fachärztinnen und Fachärzte gemeinsam mit den Familien. Home-Treatment ist nicht für jede Situation geeignet, etwa wenn eine akute Gefährdung besteht.
Auch in anderen Bundesländern werden ähnliche Modelle erprobt oder diskutiert. Der Bedarf an kinder- und jugendpsychiatrischer Versorgung ist in Österreich seit der Pandemie deutlich gestiegen. Fachgesellschaften fordern seit Längerem mehr Kassenstellen, mehr stationäre Plätze und mehr ambulante Angebote. Home-Treatment gilt dabei als ein Baustein, um die Versorgung flexibler zu gestalten.
Weitere Gesundheitsthemen in Tirol
Im selben Zusammenhang wies das Land auf das Brustkrebs-Früherkennungsprogramm hin. In Tirol erkranken jährlich rund 590 Frauen an Brustkrebs, etwa 110 sterben daran. Nur gut die Hälfte der eingeladenen Frauen nutzt das kostenlose Screening, für das es in Tirol 21 Standorte gibt. Frauen zwischen 45 und 74 Jahren erhalten alle zwei Jahre eine Einladung oder Erinnerung.
Home-Treatment Tirol und andere Hilfsangebote
Eltern, die sich Sorgen um die psychische Gesundheit ihres Kindes machen, sollten zunächst mit der Kinderärztin, dem Hausarzt oder der Schulpsychologie sprechen. Diese können an Fachstellen weitervermitteln. Für Kinder und Jugendliche gibt es zudem die kostenlose Beratung von Rat auf Draht unter 147, rund um die Uhr und anonym. Erwachsene finden bei der Telefonseelsorge unter 142 Unterstützung. In akuten Notfällen ist die Rettung unter 144 zu verständigen.
Häufige Fragen
Was ist Home-Treatment in der Kinderpsychiatrie?+
Multiprofessionelle Teams behandeln Kinder und Jugendliche zu Hause und binden die Familie ein, statt einer stationären Aufnahme.
Wie lange läuft das Programm in Tirol?+
Die dritte Projektphase läuft von Jänner 2027 bis Dezember 2028.
Wo finden Kinder und Jugendliche rasch Hilfe?+
Bei Rat auf Draht unter 147, rund um die Uhr und anonym. Im Notfall gilt die Rettung 144.
Quelle: MeinBezirk Tirol
Hinweis: Dieser Beitrag wurde KI-unterstützt erstellt und von der Redaktion geprüft. Mehr zur Kennzeichnung
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