Photovoltaik-Förderung 2027: Speicher statt kleiner PV-Anlagen
Die Photovoltaik-Förderung des Bundes wird ab 2027 umgebaut: Statt kleiner Dachanlagen stehen Stromspeicher im Fokus, das „Klick-Rennen“ um Fördertickets soll enden.
KI-generiertDie Photovoltaik-Förderung 2027 wird grundlegend neu aufgestellt: Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) hat im August angekündigt, dass der Bund künftig vor allem Stromspeicher und intelligentes Energiemanagement unterstützt und die breite Förderung kleiner Dachanlagen auslaufen lässt. Für Hausbesitzer, die heuer oder im kommenden Jahr eine Anlage planen, ist das eine wichtige Weichenstellung.
Photovoltaik-Förderung 2027: Was das Ministerium plant
Als Begründung nennt das Ministerium die Erfahrungen aus dem Hitzesommer. An sonnigen Tagen wird zu Mittag so viel Solarstrom erzeugt, dass die Großhandelspreise tief fallen, während am Abend teurer Strom zugekauft werden muss. Laut Bericht lag der Großhandelspreis an einem Samstag im August zwischen 10 und 16 Uhr bei rund 14 Euro pro Megawattstunde und stieg am Abend auf etwa 180 Euro. Mehr Speicher sollen den eigenen Solarstrom über den Tag verteilen, die Netze entlasten und Importe reduzieren.
Gefördert werden sollen nach der Reform des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes (EAG) vor allem:
- intelligente Speicher und Energiemanagementsysteme,
- die Nachrüstung von Batterien bei bestehenden PV-Anlagen (eigener Bonus),
- ein Zusatzbonus für europäische Produktion zentraler Komponenten,
- Sonderformen wie gebäudeintegrierte PV, Agri-PV, Überdachungen von Parkplätzen, schwimmende Anlagen und PV auf Lärmschutzwänden.
Ende des Klick-Rennens bei der PV-Förderung
Besonders umstritten war bisher das Vergabeverfahren nach dem Prinzip „First come, first served“. Bei früheren Fördercalls waren die Mittel teils nach wenigen Sekunden vergeben, wer zu spät klickte, ging leer aus. Künftig soll der Antrag erst nach Installation und Rechnungslegung gestellt werden – ähnlich wie beim Handwerkerbonus. Damit entfällt der Wettlauf um Tickets, gleichzeitig tragen Bauherren die Vorfinanzierung.
Der Branchenverband PV Austria begrüßt die Richtung, drängt aber auf rasche, konkrete Regeln und fordert zusätzlich steuerliche Erleichterungen. Hattmannsdorfer verlangt von der Regulierungsbehörde E-Control Nachbesserungen bei den Kriterien, wann ein Speicher als „systemdienlich“ gilt.
Was bei der PV-Förderung 2026 noch gilt
Für heuer gilt noch das bisherige System des EAG-Investitionszuschusses. Laut Übersicht der Raiffeisenbank liegen die Fördersätze je nach Kategorie und Anlagengröße bei rund 120 bis 150 Euro pro Kilowatt-Peak. Wer zusätzlich einen Speicher errichtet oder nachrüstet, kann bis zu 150 Euro pro kWp zusätzlich erhalten. Dazu kommt der Made-in-Europe-Bonus: Für jede in Europa gefertigte Hauptkomponente – Module, Wechselrichter, Speicher – gibt es zehn Prozent mehr, maximal 30 Prozent. Der Bonus muss bereits beim Antrag gewählt werden.
Der letzte Fördercall nach altem Muster startete am 8. Oktober. Zusätzlich bieten mehrere Bundesländer eigene Programme an, deren Bedingungen sich unterscheiden.
Was Hausbesitzer jetzt tun sollten
- Planung nicht übereilen: Wer heuer keinen Fördertermin mehr erreicht, sollte die finalen Richtlinien für 2027 abwarten, bevor Verträge unterschrieben werden.
- Speicher mitdenken: Eine Anlage, die später um eine Batterie erweitert werden kann, passt besser zur neuen Förderlogik.
- Vorfinanzierung klären: Wenn Zuschüsse erst nach der Rechnung fließen, braucht es Eigenmittel oder eine Zwischenfinanzierung.
- Fachbetrieb einbinden: Seriöse Installateure kennen die aktuellen Fristen der EAG-Abwicklungsstelle und der Länder.
Die genauen Fördersätze für 2027 stehen noch nicht fest. Verbindlich sind ausschließlich die Richtlinien des Bundes und der Länder, sobald sie veröffentlicht werden.
Häufige Fragen
Wird es 2027 noch eine Förderung für kleine PV-Anlagen geben?+
Laut Ankündigung des Wirtschaftsministeriums läuft die breite Förderung klassischer kleiner Dachanlagen aus. Gefördert werden sollen vor allem Speicher, Energiemanagement und Sonderformen wie gebäudeintegrierte PV.
Wie hoch ist die PV-Förderung 2026?+
Der EAG-Investitionszuschuss liegt 2026 je nach Kategorie bei rund 120 bis 150 Euro pro kWp, für Speicher kommen bis zu 150 Euro pro kWp dazu. Verbindlich sind die Angaben der EAG-Abwicklungsstelle.
Was ändert sich beim Antrag?+
Das bisherige Prinzip „wer zuerst klickt“ soll fallen. Anträge sollen künftig erst nach Installation und Rechnungslegung gestellt werden, ähnlich wie beim Handwerkerbonus.
Quelle: Salzburg24
Hinweis: Dieser Beitrag wurde KI-unterstützt erstellt und von der Redaktion geprüft. Mehr zur Kennzeichnung
Der Presseinfo-Brief
Die wichtigsten Nachrichten aus Österreich, jeden Morgen kostenlos im Postfach.
Mehr aus Energie & Umwelt
KI-generiertPV-Förderung: Letzter Fördercall endet heute, ab 2027 Speicherbonus
Der letzte PV-Fördercall nach dem alten EAG-System läuft nur noch bis heute 23:59 Uhr. Ab 2027 soll ein Speicherbonus mit Pflicht zum intelligenten Energiemanagement folgen.
22. Oktober 2026
KI-generiertHeizexperten.at: Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel für Wien, Niederösterreich und das Burgenland
Heizexperten plant und installiert Luft-Wasser-Wärmepumpen mit dem Kältemittel R290, vom Einfamilienhaus bis zum Heizungstausch im Bestand.
Heizexperten · 21. Oktober 2026 · Wien
KI-generiertSolar Wien plant und montiert Photovoltaikanlagen für Wiener Haushalte und Betriebe
Vom ersten Beratungsgespräch bis zur Einspeisung: Solar Wien begleitet Photovoltaik-Projekte in Wien und Umgebung, auf Wunsch mit Stromspeicher.
Solar Wien · 20. Oktober 2026 · Wien
KI-generiertEnergieausweis: Kosten, Pflicht und Nutzen für Förderungen
Der Energieausweis ist Pflicht bei Verkauf und Vermietung und oft Voraussetzung für Förderungen. Was er kostet, was die Kennzahlen bedeuten und wer ihn ausstellt.
20. Oktober 2026 · Vorarlberg