Pflegegeld Stufen: Welche Stunden für welche Stufe zählen
Das Pflegegeld kennt sieben Stufen. Entscheidend ist der monatliche Pflegebedarf in Stunden. Ein Überblick über die Kriterien und typische Fragen.
KI-generiertDie Pflegegeld Stufen reichen in Österreich von Stufe 1 bis Stufe 7. Welche Stufe zuerkannt wird, hängt davon ab, wie viele Stunden Betreuung und Hilfe eine Person im Monat benötigt, und bei den höheren Stufen zusätzlich von der Art des Pflegebedarfs. Das Einkommen spielt keine Rolle.
Pflegegeld Stufen und Stunden im Überblick
Die gesetzlichen Kriterien:
- Stufe 1: mehr als 65 Stunden Pflegebedarf pro Monat
- Stufe 2: mehr als 95 Stunden
- Stufe 3: mehr als 120 Stunden
- Stufe 4: mehr als 160 Stunden
- Stufe 5: mehr als 180 Stunden und ein außergewöhnlicher Pflegeaufwand
- Stufe 6: mehr als 180 Stunden und zeitlich nicht koordinierbare Betreuungsmaßnahmen rund um die Uhr oder die dauernde Anwesenheit einer Pflegeperson wegen Eigen- oder Fremdgefährdung
- Stufe 7: mehr als 180 Stunden und keine zielgerichteten Bewegungen der Arme und Beine mit funktioneller Umsetzung möglich oder ein gleichzuachtender Zustand
Die genauen monatlichen Beträge werden jedes Jahr valorisiert und auf den Seiten des Sozialministeriums veröffentlicht. Auch 2027 wird das Pflegegeld laut Sozialministerium an die Inflation angepasst.
Wie die Stunden berechnet werden
Für viele Verrichtungen sind Richtwerte oder Mindestwerte festgelegt, etwa für das tägliche Waschen, An- und Auskleiden, die Zubereitung und Einnahme von Mahlzeiten oder die Mobilitätshilfe. Für Hilfsverrichtungen wie Einkaufen, Wäschepflege oder Reinigung der Wohnung werden pauschale Werte angesetzt. Die Gutachterin oder der Gutachter addiert diese Zeiten. Deshalb ist es wichtig, bei der Begutachtung alle Hilfen vollständig zu nennen.
Erschwerniszuschläge bei Demenz und Kindern
Bei Menschen mit schweren geistigen oder psychischen Beeinträchtigungen, insbesondere bei Demenz, wird ein pauschaler Erschwerniszuschlag zum Pflegebedarf hinzugerechnet. Das trägt dem Umstand Rechnung, dass Beaufsichtigung, Motivation und Anleitung viel Zeit kosten. Auch für schwer behinderte Kinder und Jugendliche gibt es eigene Erschwerniszuschläge. Diese können den Ausschlag für eine höhere Pflegegeld Stufe geben.
Pflegegeld Stufen erhöhen lassen
Verschlechtert sich der Gesundheitszustand, kann jederzeit ein Antrag auf Erhöhung gestellt werden. Dann folgt eine neue Begutachtung. Hilfreich sind:
- ein aktuelles Pflegetagebuch
- neue Befunde und Arztbriefe
- Hinweise der Hauskrankenpflege oder mobiler Dienste zum gestiegenen Aufwand
Ein häufiger Fehler bei der Begutachtung: Betroffene schildern einen guten Tag und verschweigen, wie viel Unterstützung an schlechten Tagen nötig ist. Ein über mehrere Wochen geführtes Pflegetagebuch zeigt realistisch, wie viel Zeit Angehörige oder Pflegekräfte tatsächlich aufwenden. Wer nach dem Bescheid den Eindruck hat, dass die Stufe zu niedrig ist, kann innerhalb von drei Monaten Klage beim Arbeits- und Sozialgericht einbringen.
Bei Kindern wird zudem nur jener Pflegebedarf berücksichtigt, der über den eines gleichaltrigen gesunden Kindes hinausgeht.
Warum die Stufe so wichtig ist
An der Pflegegeld Stufe hängen weitere Leistungen. So ist etwa für die Förderung einer 24-Stunden-Betreuung in der Regel mindestens Stufe 3 erforderlich. Auch bei Pflegeheimen, mobilen Diensten oder Zuwendungen für pflegende Angehörige spielt die Einstufung eine Rolle. Die Details regeln Bund und Länder unterschiedlich, daher lohnt eine Beratung beim Sozialministeriumservice, beim Land oder bei Hilfsorganisationen.
Bei Fragen zum Gesundheitszustand, zu Therapien oder Hilfsmitteln ist die Hausärztin oder der Hausarzt die richtige Ansprechperson.
Häufige Fragen
Ab wie vielen Stunden gibt es Pflegegeld Stufe 1?+
Ab einem Pflegebedarf von mehr als 65 Stunden pro Monat, der voraussichtlich mindestens sechs Monate dauert.
Was ist für Pflegestufe 3 nötig?+
Ein Pflegebedarf von mehr als 120 Stunden im Monat.
Gibt es bei Demenz mehr Pflegegeld?+
Bei schweren geistigen oder psychischen Beeinträchtigungen wird ein pauschaler Erschwerniszuschlag zum Pflegebedarf addiert.
Hinweis: Dieser Beitrag wurde KI-unterstützt erstellt und von der Redaktion geprüft. Mehr zur Kennzeichnung
Der Presseinfo-Brief
Die wichtigsten Nachrichten aus Österreich, jeden Morgen kostenlos im Postfach.
Mehr aus Gesundheit
KI-generiertGrippeimpfung in Niederösterreich: Ärzten fehlt der Impfstoff
Für Erwachsene von 18 bis 59 fehlt der Standardimpfstoff gegen Grippe. Die Ärztekammer NÖ fordert, Fluad schon ab 50 im Gratisprogramm freizugeben.
22. Oktober 2026 · Niederösterreich
KI-generiertWasser trinken: Wie viel pro Tag sinnvoll ist
Wasser ist das wichtigste Getränk. Wie viel man täglich trinken sollte, welche Getränke zählen und woran man erkennt, dass der Körper mehr Flüssigkeit braucht.
20. Oktober 2026 · Oberösterreich
KI-generiertPflegekarenz und Pflegeteilzeit: Ansprüche und Pflegekarenzgeld
Wer einen Angehörigen pflegen will, kann beruflich kürzertreten. Wie Pflegekarenz und Pflegeteilzeit funktionieren und wer Pflegekarenzgeld bekommt.
19. Oktober 2026 · Vorarlberg
KI-generiertBallaststoffe: Warum Vollkorn und Hülsenfrüchte wichtig sind
Die meisten Menschen essen zu wenig Ballaststoffe. Dabei sättigen sie lange und tun der Verdauung gut. Wie Vollkorn, Gemüse und Hülsenfrüchte mehr Platz am Teller bekommen.
18. Oktober 2026 · Burgenland