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Gesundheit· Ratgeber

Pflegegeld Stufen: Welche Stunden für welche Stufe zählen

Das Pflegegeld kennt sieben Stufen. Entscheidend ist der monatliche Pflegebedarf in Stunden. Ein Überblick über die Kriterien und typische Fragen.

Von Presseinfo Redaktion6. Oktober 2026, 14:53aktualisiert 22. Oktober 2026
Pflegegeld Stufen: Rollator und Lehnstuhl in einer Wohnung eines pflegebedürftigen MenschenKI-generiert
Pflegegeld Stufen: Rollator und Lehnstuhl in einer Wohnung eines pflegebedürftigen Menschen. Symbolbild, KI-generiert. Zeigt kein reales Ereignis.

Die Pflegegeld Stufen reichen in Österreich von Stufe 1 bis Stufe 7. Welche Stufe zuerkannt wird, hängt davon ab, wie viele Stunden Betreuung und Hilfe eine Person im Monat benötigt, und bei den höheren Stufen zusätzlich von der Art des Pflegebedarfs. Das Einkommen spielt keine Rolle.

Pflegegeld Stufen und Stunden im Überblick

Die gesetzlichen Kriterien:

  • Stufe 1: mehr als 65 Stunden Pflegebedarf pro Monat
  • Stufe 2: mehr als 95 Stunden
  • Stufe 3: mehr als 120 Stunden
  • Stufe 4: mehr als 160 Stunden
  • Stufe 5: mehr als 180 Stunden und ein außergewöhnlicher Pflegeaufwand
  • Stufe 6: mehr als 180 Stunden und zeitlich nicht koordinierbare Betreuungsmaßnahmen rund um die Uhr oder die dauernde Anwesenheit einer Pflegeperson wegen Eigen- oder Fremdgefährdung
  • Stufe 7: mehr als 180 Stunden und keine zielgerichteten Bewegungen der Arme und Beine mit funktioneller Umsetzung möglich oder ein gleichzuachtender Zustand

Die genauen monatlichen Beträge werden jedes Jahr valorisiert und auf den Seiten des Sozialministeriums veröffentlicht. Auch 2027 wird das Pflegegeld laut Sozialministerium an die Inflation angepasst.

Wie die Stunden berechnet werden

Für viele Verrichtungen sind Richtwerte oder Mindestwerte festgelegt, etwa für das tägliche Waschen, An- und Auskleiden, die Zubereitung und Einnahme von Mahlzeiten oder die Mobilitätshilfe. Für Hilfsverrichtungen wie Einkaufen, Wäschepflege oder Reinigung der Wohnung werden pauschale Werte angesetzt. Die Gutachterin oder der Gutachter addiert diese Zeiten. Deshalb ist es wichtig, bei der Begutachtung alle Hilfen vollständig zu nennen.

Erschwerniszuschläge bei Demenz und Kindern

Bei Menschen mit schweren geistigen oder psychischen Beeinträchtigungen, insbesondere bei Demenz, wird ein pauschaler Erschwerniszuschlag zum Pflegebedarf hinzugerechnet. Das trägt dem Umstand Rechnung, dass Beaufsichtigung, Motivation und Anleitung viel Zeit kosten. Auch für schwer behinderte Kinder und Jugendliche gibt es eigene Erschwerniszuschläge. Diese können den Ausschlag für eine höhere Pflegegeld Stufe geben.

Pflegegeld Stufen erhöhen lassen

Verschlechtert sich der Gesundheitszustand, kann jederzeit ein Antrag auf Erhöhung gestellt werden. Dann folgt eine neue Begutachtung. Hilfreich sind:

  1. ein aktuelles Pflegetagebuch
  2. neue Befunde und Arztbriefe
  3. Hinweise der Hauskrankenpflege oder mobiler Dienste zum gestiegenen Aufwand

Ein häufiger Fehler bei der Begutachtung: Betroffene schildern einen guten Tag und verschweigen, wie viel Unterstützung an schlechten Tagen nötig ist. Ein über mehrere Wochen geführtes Pflegetagebuch zeigt realistisch, wie viel Zeit Angehörige oder Pflegekräfte tatsächlich aufwenden. Wer nach dem Bescheid den Eindruck hat, dass die Stufe zu niedrig ist, kann innerhalb von drei Monaten Klage beim Arbeits- und Sozialgericht einbringen.

Bei Kindern wird zudem nur jener Pflegebedarf berücksichtigt, der über den eines gleichaltrigen gesunden Kindes hinausgeht.

Warum die Stufe so wichtig ist

An der Pflegegeld Stufe hängen weitere Leistungen. So ist etwa für die Förderung einer 24-Stunden-Betreuung in der Regel mindestens Stufe 3 erforderlich. Auch bei Pflegeheimen, mobilen Diensten oder Zuwendungen für pflegende Angehörige spielt die Einstufung eine Rolle. Die Details regeln Bund und Länder unterschiedlich, daher lohnt eine Beratung beim Sozialministeriumservice, beim Land oder bei Hilfsorganisationen.

Bei Fragen zum Gesundheitszustand, zu Therapien oder Hilfsmitteln ist die Hausärztin oder der Hausarzt die richtige Ansprechperson.

Häufige Fragen

Ab wie vielen Stunden gibt es Pflegegeld Stufe 1?+

Ab einem Pflegebedarf von mehr als 65 Stunden pro Monat, der voraussichtlich mindestens sechs Monate dauert.

Was ist für Pflegestufe 3 nötig?+

Ein Pflegebedarf von mehr als 120 Stunden im Monat.

Gibt es bei Demenz mehr Pflegegeld?+

Bei schweren geistigen oder psychischen Beeinträchtigungen wird ein pauschaler Erschwerniszuschlag zum Pflegebedarf addiert.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde KI-unterstützt erstellt und von der Redaktion geprüft. Mehr zur Kennzeichnung

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