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Lifestyle· Ratgeber

Naturkosmetik erkennen: Welche Siegel was bedeuten

Natürlich, grün, bio: Auf vielen Kosmetikprodukten prangen solche Begriffe. Wie man echte Naturkosmetik erkennt und was Siegel aussagen.

Von Presseinfo Redaktion24. September 2026, 15:33aktualisiert 22. Oktober 2026
Naturkosmetik: Unbeschriftete Glasflaschen mit Lavendel und Ringelblumen auf LeinenKI-generiert
Naturkosmetik: Unbeschriftete Glasflaschen mit Lavendel und Ringelblumen auf Leinen. Symbolbild, KI-generiert. Zeigt kein reales Ereignis.

Naturkosmetik ist seit Jahren gefragt. In Drogerien, Apotheken und Bioläden finden sich zahlreiche Produkte, die mit natürlichen Inhaltsstoffen werben. Doch nicht alles, was grün verpackt ist, entspricht den Erwartungen der Kundinnen und Kunden. Ein Überblick, wie man Naturkosmetik erkennt.

Naturkosmetik: Kein gesetzlich geschützter Begriff

In der Europäischen Union gibt es keine gesetzliche Definition für Naturkosmetik. Hersteller können Begriffe wie natürlich oder naturnah grundsätzlich verwenden, solange sie nicht irreführend sind. Für alle Kosmetikprodukte gilt die EU-Kosmetikverordnung, die Sicherheit, Kennzeichnung und erlaubte Inhaltsstoffe regelt. Sie unterscheidet aber nicht zwischen konventioneller und natürlicher Kosmetik.

Siegel als Orientierung

Weil der Begriff nicht geschützt ist, haben sich private Zertifizierungen etabliert. Bekannte Siegel im deutschsprachigen Raum sind unter anderem NATRUE, COSMOS mit den Kategorien NATURAL und ORGANIC sowie das BDIH-Siegel, das in COSMOS aufgegangen ist. Die Kriterien unterscheiden sich im Detail, häufig geregelt werden:

  • erlaubte und verbotene Rohstoffe
  • Anteil an Inhaltsstoffen aus biologischem Anbau
  • Verzicht auf bestimmte synthetische Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe
  • Herstellungsverfahren

Wer es genau wissen will, findet die Kriterien auf den Websites der jeweiligen Zertifizierer.

Die INCI-Liste lesen

Auf jeder Kosmetikverpackung steht die Liste der Inhaltsstoffe nach der internationalen INCI-Nomenklatur. Die Stoffe sind nach absteigender Menge geordnet. Pflanzliche Inhaltsstoffe werden meist mit ihrem lateinischen Namen angegeben, etwa Butyrospermum Parkii für Sheabutter.

Einige Tipps zum Lesen:

  1. Die ersten Stoffe machen den Großteil des Produkts aus.
  2. Wasser steht als Aqua meist ganz vorne.
  3. Duftstoffe werden oft als Parfum zusammengefasst, bestimmte allergene Duftstoffe müssen ab einer Konzentration einzeln genannt werden.
  4. Apps und Datenbanken können helfen, unbekannte Begriffe zu verstehen.

Natürlich heißt nicht automatisch verträglich

Ein verbreiteter Irrtum ist, dass Naturkosmetik grundsätzlich besser vertragen wird. Auch natürliche Inhaltsstoffe wie ätherische Öle oder Pflanzenextrakte können Hautreaktionen oder Allergien auslösen. Wer zu Allergien neigt, sollte die Inhaltsstoffe sorgfältig prüfen und neue Produkte zunächst vorsichtig testen. Bei bekannten Allergien hilft eine Hautärztin oder ein Hautarzt weiter.

Neben Naturkosmetik-Siegeln gibt es weitere Kennzeichnungen. Vegan bedeutet, dass keine tierischen Inhaltsstoffe enthalten sind. Das sagt aber nichts darüber aus, ob ein Produkt natürlich ist. Tierversuche für Kosmetik sind in der EU grundsätzlich verboten. Eigene Siegel geben zusätzliche Hinweise etwa zu Lieferketten.

Ein Blick auf die Verpackung lohnt sich auch aus Umweltgründen. Viele Naturkosmetikhersteller setzen auf recycelte oder recycelbare Materialien, Glas oder nachfüllbare Behälter. Feste Produkte wie Shampoo-Stücke oder Seifen kommen oft ganz ohne Plastik aus. In einigen Geschäften gibt es Nachfüllstationen für flüssige Produkte. Ob eine Verpackung tatsächlich umweltfreundlicher ist, hängt allerdings von vielen Faktoren ab, etwa vom Transportweg und davon, ob sie im heimischen Sammelsystem richtig entsorgt wird.

Tipps für den Einkauf von Naturkosmetik

Wer auf Naturkosmetik umsteigen will, sollte auf anerkannte Siegel achten, die INCI-Liste lesen und sich nicht allein von Verpackung und Werbeslogans leiten lassen. In Fachgeschäften und Apotheken gibt es zudem Beratung. Kleinere Packungsgrößen oder Proben helfen, neue Produkte zu testen.

Häufige Fragen

Ist Naturkosmetik ein geschützter Begriff?+

Nein, in der EU ist der Begriff Naturkosmetik nicht gesetzlich definiert. Orientierung bieten private Siegel mit eigenen Kriterien.

Ist Naturkosmetik automatisch besser verträglich?+

Nicht unbedingt. Auch natürliche Inhaltsstoffe wie ätherische Öle können Allergien auslösen. Wer empfindlich reagiert, sollte die Inhaltsstoffe prüfen.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde KI-unterstützt erstellt und von der Redaktion geprüft. Mehr zur Kennzeichnung

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