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Gesundheit

Keuchhusten-Impfung: Auffrischung wieder alle zehn Jahre

Der aktualisierte Impfplan bringt eine Änderung bei der Keuchhusten-Impfung: Erwachsene unter 60 sollen wieder alle zehn Jahre auffrischen, ab 60 bleibt es bei fünf Jahren.

Von Presseinfo Redaktion26. September 2026, 08:47aktualisiert 22. Oktober 2026
Keuchhusten-Impfung: Impfpass und Stethoskop auf dem Schreibtisch einer Wiener ArztpraxisKI-generiert
Keuchhusten-Impfung: Impfpass und Stethoskop auf dem Schreibtisch einer Wiener Arztpraxis. Symbolbild, KI-generiert. Zeigt kein reales Ereignis.

Bei der Keuchhusten-Impfung gibt es eine Änderung im österreichischen Impfplan: Für Erwachsene unter 60 Jahren wird die Auffrischung wieder alle zehn Jahre empfohlen. Das Gesundheitsministerium hat den Impfplan kürzlich aktualisiert, wie die APA am 26. September berichtete. Vor zwei Jahren war das Intervall wegen eines starken Anstiegs der Fälle auf fünf Jahre verkürzt worden.

Keuchhusten-Impfung: Was sich im Impfplan ändert

Die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Erwachsene unter 60 Jahren: Auffrischung wieder alle zehn Jahre
  • Erwachsene ab 60 Jahren: weiterhin alle fünf Jahre
  • Kinder: Die Keuchhusten-Impfung bleibt im kostenlosen Kinderimpfprogramm

In der Praxis wird gegen Keuchhusten meist mit einem Kombinationsimpfstoff geimpft, der auch vor Diphtherie und Tetanus schützt, bei Bedarf zusätzlich vor Kinderlähmung. Welche Impfung im Einzelfall fällig ist, lässt sich am besten mit dem Impfpass bei der Hausärztin oder dem Hausarzt klären.

Warum das Intervall wieder länger wird

Hintergrund der Änderung ist die Entwicklung der Fallzahlen. Im Vorjahr wurden in Österreich 1.913 Keuchhustenfälle registriert. Das entspricht laut Bericht etwa dem Niveau vor der Pandemie. Im Jahr 2024 waren es dagegen 15.470 Fälle gewesen, ein außergewöhnlich hoher Wert, der damals zur Verkürzung der Auffrischungsintervalle geführt hatte.

Keuchhusten, medizinisch Pertussis, ist eine bakterielle Infektion der Atemwege. Typisch sind lang anhaltende, krampfartige Hustenanfälle. Für Erwachsene ist die Krankheit oft langwierig und belastend. Besonders gefährlich ist sie für Säuglinge, die noch nicht ausreichend geschützt sind. Deshalb spielt die Impfung von Erwachsenen im Umfeld von Babys eine wichtige Rolle.

Keuchhusten-Impfung in Schwangerschaft und Familie

Der österreichische Impfplan sieht seit Jahren vor, dass Schwangere im letzten Drittel der Schwangerschaft gegen Keuchhusten geimpft werden, um das Neugeborene über mütterliche Antikörper zu schützen. Auch Eltern, Großeltern und andere enge Kontaktpersonen sollten ihren Impfstatus überprüfen lassen. Konkrete Empfehlungen für die eigene Situation gibt die Frauenärztin, der Hausarzt oder die Kinderärztin.

Keuchhusten-Impfung: Impfstatus prüfen lassen

Viele Erwachsene wissen nicht, wann sie zuletzt gegen Keuchhusten geimpft wurden. Ein Blick in den Impfpass schafft Klarheit. Wer keinen Impfpass mehr findet, kann prüfen, ob Impfungen im elektronischen Impfpass erfasst sind. Dieser ist über ELGA bzw. die Gesundheitsportale abrufbar, enthält aber vor allem neuere Impfungen. Fehlen Unterlagen, entscheidet die Ärztin oder der Arzt, wie die Grundimmunisierung oder Auffrischung nachgeholt wird.

Für Erwachsene ist die Auffrischung in der Regel kostenpflichtig, es gibt aber in manchen Bundesländern und bei bestimmten Aktionen vergünstigte Angebote. Auskunft geben die Gesundheitsabteilungen der Länder, in Wien etwa der Impfservice der Stadt.

Die Rückkehr zum Zehn-Jahres-Intervall für jüngere Erwachsene bedeutet nicht, dass Keuchhusten verschwunden ist. Die Erkrankung tritt immer wieder in Wellen auf. Fachleute raten daher, die Auffrischung nicht zu vergessen, besonders für Menschen mit Kontakt zu Säuglingen und für ältere Personen.

Weitere Inhalte des Impfplans

Der aktualisierte Impfplan enthält auch die Empfehlungen zur Covid-19-Impfung für die Saison 2026/27. Hier gibt es laut Bericht keine größeren Änderungen. Die Impfung bleibt kostenlos.

Wer längere Zeit hustet, Fieber hat oder Atemnot bemerkt, sollte ärztlich abklären lassen, was dahintersteckt. Außerhalb der Ordinationszeiten hilft die Gesundheitshotline 1450 bei der Einschätzung, wohin man sich wenden kann.

Häufige Fragen

Wie oft muss man die Keuchhusten-Impfung auffrischen?+

Laut aktuellem Impfplan alle zehn Jahre bis 60, ab 60 alle fünf Jahre.

Ist die Keuchhusten-Impfung für Kinder gratis?+

Ja, sie ist Teil des kostenlosen Kinderimpfprogramms.

Sollen Schwangere gegen Keuchhusten geimpft werden?+

Der Impfplan empfiehlt die Impfung im letzten Drittel der Schwangerschaft. Details bespricht man mit der Frauenärztin oder dem Frauenarzt.

Quelle: VIENNA.AT / APA

Hinweis: Dieser Beitrag wurde KI-unterstützt erstellt und von der Redaktion geprüft. Mehr zur Kennzeichnung

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