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Energie & Umwelt· Ratgeber

Heizkosten sparen: 10 Tipps für die Heizsaison 2026/27

Gas wurde teurer, auch die Fernwärme steigt leicht. Mit einfachen Maßnahmen lassen sich Heizkosten in der Saison 2026/27 spürbar senken – ganz ohne Komfortverlust.

Von Presseinfo Redaktion18. Oktober 2026, 09:05 · Wienaktualisiert 22. Oktober 2026
Heizkosten sparen: Thermostatventil am Heizkörper in einem gemütlichen WohnzimmerKI-generiert
Heizkosten sparen: Thermostatventil am Heizkörper in einem gemütlichen Wohnzimmer. Symbolbild, KI-generiert. Zeigt kein reales Ereignis.

Heizkosten sparen ist in der Saison 2026/27 wieder ein großes Thema. Die Gaspreise sind seit Jahresbeginn deutlich gestiegen, und selbst die Wiener Fernwärme wird trotz eines Rabatts von 30 Prozent auf den Arbeitspreis in einer Musterrechnung um rund sechs Prozent teurer. Mit einfachen Maßnahmen lässt sich der Verbrauch aber oft spürbar senken.

Heizkosten sparen: Die Raumtemperatur

1. Ein Grad weniger: Als Faustregel gilt, dass jedes Grad weniger Raumtemperatur den Heizenergiebedarf um rund sechs Prozent senkt. Im Wohnzimmer reichen meist 20 bis 21 Grad, im Schlafzimmer 17 bis 18 Grad.

2. Räume unterschiedlich heizen: Wenig genutzte Räume dürfen kühler sein. Türen zwischen warmen und kühlen Räumen geschlossen halten, damit die Feuchtigkeit nicht in kalte Räume zieht.

3. Nachtabsenkung nutzen: Eine moderate Absenkung um einige Grad spart Energie. Komplett abschalten ist dagegen meist kontraproduktiv.

Heizkörper und Technik

4. Heizkörper entlüften: Gluckert der Heizkörper oder wird er oben nicht warm, ist Luft im System. Mit einem Entlüftungsschlüssel lässt sich das einfach beheben.

5. Heizkörper freihalten: Möbel, Vorhänge oder Verkleidungen vor dem Heizkörper behindern die Wärmeabgabe.

6. Programmierbare Thermostate: Smarte oder programmierbare Thermostatköpfe heizen nur, wenn jemand zu Hause ist.

7. Heizungswartung: Eine regelmäßig gewartete Anlage arbeitet effizienter. Bei Gasthermen ist die Wartung ohnehin vorgeschrieben.

8. Stoßlüften statt Kipplüften: Mehrmals täglich für einige Minuten Fenster weit öffnen. Gekippte Fenster kühlen die Wände aus und verschwenden Energie.

9. Zugluft stoppen: Undichte Fenster und Türen mit Dichtungsbändern abdichten. Rollläden nachts schließen, das reduziert Wärmeverluste über die Fenster.

10. Warmwasser bewusst nutzen: Duschen statt Baden und Sparduschköpfe senken den Energieverbrauch für Warmwasser deutlich.

Wer in einer Mietwohnung lebt, hat bei der Heizung oft wenig Einfluss auf die Technik. Die genannten Verhaltenstipps wirken aber auch dort. Bei Problemen wie dauerhaft kalten Heizkörpern, undichten Fenstern oder Schimmel sollten Mieter die Hausverwaltung schriftlich informieren. Für Gasthermen in Wohnungen ist die regelmäßige Wartung meist Sache des Mieters, die Kosten sind überschaubar und die Effizienz steigt.

Langfristig sparen

Die Tipps helfen kurzfristig. Wer dauerhaft Heizkosten sparen will, kommt um die Gebäudehülle und das Heizsystem nicht herum. Eine gedämmte oberste Geschoßdecke, neue Fenster oder eine Wärmepumpe senken den Verbrauch erheblich. Der Bund fördert ab 2. November 2026 wieder den Tausch fossiler Heizungen mit Pauschalen, ab 4. Jänner 2027 startet die Sanierungsoffensive mit Förderungen auch für einzelne Bauteile. Eine Energieberatung, wie sie die Länder und in Wien die Stadt anbieten, zeigt, welche Maßnahmen im eigenen Haus am meisten bringen.

Auch die eigene Abrechnung lohnt einen Blick. Fernwärmekunden von Wien Energie erhalten ab Mitte Oktober ihre Jahresabrechnung und zahlen künftig zehn monatliche Teilbeträge. Ein Vergleich mit dem Vorjahr zeigt, ob der Verbrauch gestiegen ist. Wer Zahlungsschwierigkeiten befürchtet, sollte frühzeitig Kontakt mit dem Versorger oder Sozialorganisationen aufnehmen. Mit den zehn Tipps lässt sich Heizkosten sparen ohne großen Aufwand umsetzen.

Häufige Fragen

Wie viel spart ein Grad weniger Raumtemperatur?+

Als Faustregel gilt, dass jedes Grad weniger den Heizenergieverbrauch um etwa sechs Prozent senkt. Der genaue Wert hängt vom Gebäude ab.

Soll man die Heizung nachts ausschalten?+

Ganz ausschalten ist meist nicht sinnvoll, weil das Aufheizen viel Energie braucht und Schimmelgefahr steigt. Eine moderate Absenkung um einige Grad ist besser.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde KI-unterstützt erstellt und von der Redaktion geprüft. Mehr zur Kennzeichnung

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