Zum Inhalt
Gesundheit· Ratgeber

Hauskrankenpflege: Mobile Dienste beantragen und Kosten

Mobile Dienste ermöglichen vielen älteren Menschen ein Leben zu Hause. Was Hauskrankenpflege und Heimhilfe leisten und wie die Kosten berechnet werden.

Von Presseinfo Redaktion14. Oktober 2026, 07:21 · Tirolaktualisiert 22. Oktober 2026
Hauskrankenpflege: Auto eines mobilen Pflegedienstes vor einem Haus in TirolKI-generiert
Hauskrankenpflege: Auto eines mobilen Pflegedienstes vor einem Haus in Tirol. Symbolbild, KI-generiert. Zeigt kein reales Ereignis.

Die Hauskrankenpflege ist für viele ältere und kranke Menschen die Voraussetzung dafür, weiter zu Hause leben zu können. Diplomierte Pflegekräfte kommen in die Wohnung, versorgen Wunden, unterstützen bei der Körperpflege oder kontrollieren die Medikamenteneinnahme. Ergänzt wird das Angebot durch Heimhilfen und andere mobile Dienste.

Medizinische Hauskrankenpflege auf Kasse

Zu unterscheiden ist zwischen zwei Formen:

  • Die medizinische Hauskrankenpflege wird ärztlich verordnet und von der Krankenkasse bezahlt. Sie ersetzt oder verkürzt einen Spitalsaufenthalt, etwa zur Wundversorgung nach einer Operation oder für Infusionen. Sie ist in der Regel zeitlich begrenzt.
  • Die allgemeine Hauskrankenpflege und die Heimhilfe sind Teil der sozialen Dienste der Länder. Sie unterstützen dauerhaft im Alltag und bei der Pflege.

Für die medizinische Hauskrankenpflege ist eine Verordnung der Hausärztin oder des Hausarztes bzw. des Spitals bei der Entlassung nötig. Diese wird bei der Kasse eingereicht.

Heimhilfen unterstützen bei alltäglichen Dingen: Körperpflege, An- und Auskleiden, Zubereitung einfacher Mahlzeiten, Einkäufe und leichte Haushaltstätigkeiten. Daneben gibt es weitere Angebote wie Essen auf Rädern, Besuchsdienste, Notruftelefone, Reinigungsdienste oder mobile Therapie. Welche Kombination sinnvoll ist, wird meist bei einem Erstgespräch festgelegt.

Hauskrankenpflege beantragen: so geht es

  1. Kontakt mit der zuständigen Stelle aufnehmen: in Wien der Fonds Soziales Wien, in Tirol die Sozial- und Gesundheitssprengel, in anderen Bundesländern Sozialabteilungen, Gemeinden oder Hilfsorganisationen.
  2. Erstgespräch und Bedarfserhebung, oft bei einem Hausbesuch.
  3. Pflegeplan mit Häufigkeit und Dauer der Einsätze.
  4. Laufende Anpassung, wenn sich der Bedarf ändert.

Anbieter sind Organisationen wie Hilfswerk, Volkshilfe, Caritas, Rotes Kreuz, Diakonie, Johanniter oder regionale Vereine.

Was mobile Dienste kosten

Die Kosten für allgemeine Hauskrankenpflege und Heimhilfe sind gefördert. Pflegebedürftige zahlen einen Kostenbeitrag pro Stunde, der sich in den meisten Bundesländern am Einkommen und an der Pflegegeldstufe orientiert. Die Höchst- und Mindestbeiträge legen die Länder fest. Das Pflegegeld ist dafür gedacht, solche Leistungen mitzufinanzieren. Aktuelle Tarife nennen die Anbieter oder die Sozialabteilung des Landes.

Hauskrankenpflege nach dem Spital

Besonders wichtig ist die Hauskrankenpflege nach einer Entlassung aus dem Krankenhaus. Viele Spitäler haben ein Entlassungsmanagement, das schon vor der Heimkehr Kontakt mit mobilen Diensten aufnimmt. Angehörige sollten früh nachfragen, welche Unterstützung geplant ist, welche Hilfsmittel wie Pflegebett oder Toilettenstuhl nötig sind und wer die ärztliche Verordnung ausstellt. So lassen sich Lücken in den ersten Tagen zu Hause vermeiden.

Grenzen der Hauskrankenpflege

Mobile Dienste kommen zu vereinbarten Zeiten und für eine begrenzte Dauer. Wer rund um die Uhr Hilfe benötigt, braucht zusätzlich Unterstützung durch Angehörige, eine 24-Stunden-Betreuung oder einen Platz im Pflegeheim. Hilfsorganisationen weisen seit Längerem darauf hin, dass ein Ausbau der Hauskrankenpflege viele vermeidbare Spitalsaufenthalte und Transporte verhindern könnte.

Für das Erstgespräch hilfreich sind Pflegegeldbescheid, Medikamentenliste, aktuelle Befunde und Kontaktdaten der Hausärztin. Bei Verschlechterung des Gesundheitszustands ist die Ärztin oder der Arzt bzw. außerhalb der Ordinationszeiten die Gesundheitshotline 1450 die richtige Anlaufstelle.

Häufige Fragen

Zahlt die Krankenkasse die Hauskrankenpflege?+

Die ärztlich verordnete medizinische Hauskrankenpflege zahlt die Kasse, meist zeitlich begrenzt. Allgemeine Hauskrankenpflege und Heimhilfe sind Sozialleistungen der Länder mit Kostenbeitrag.

Wie viel kostet Heimhilfe pro Stunde?+

Das hängt vom Bundesland, vom Einkommen und von der Pflegegeldstufe ab. Die aktuellen Tarife nennen Anbieter und Sozialabteilungen.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde KI-unterstützt erstellt und von der Redaktion geprüft. Mehr zur Kennzeichnung

Der Presseinfo-Brief

Die wichtigsten Nachrichten aus Österreich, jeden Morgen kostenlos im Postfach.

Mehr aus Gesundheit