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Chronik· Ratgeber

Falsche Polizisten am Telefon: So erkennen Sie die Betrugsmasche

Sie geben sich als Polizei aus und fordern Geld oder Schmuck zur Verwahrung: So funktioniert die Masche der falschen Polizisten und so schützen Sie sich.

Von Presseinfo Redaktion18. Oktober 2026, 10:21aktualisiert 22. Oktober 2026
Falsche Polizisten: ältere Person mit Telefon in der Hand, daneben eine SchmuckschatulleKI-generiert
Falsche Polizisten: ältere Person mit Telefon in der Hand, daneben eine Schmuckschatulle. Symbolbild, KI-generiert. Zeigt kein reales Ereignis.

Falsche Polizisten gehören zu den häufigsten Betrugsmaschen in Österreich. Die Täter rufen meist ältere Menschen an, geben sich als Kriminalbeamte aus und überreden sie, Bargeld, Gold oder Schmuck herauszugeben. Die Schäden gehen oft in die Zehntausende Euro, manchmal ist die gesamte Altersvorsorge weg.

Falsche Polizisten: So läuft die Masche ab

Die Geschichten variieren, das Muster bleibt gleich. Häufig behaupten die Anrufer, in der Nachbarschaft sei eine Einbrecherbande festgenommen worden. Auf einer Liste stehe auch die Adresse des Opfers. Zur Sicherheit solle man Wertsachen der Polizei übergeben. Eine andere Variante: Ein Bankangestellter stecke mit Kriminellen unter einer Decke, das Geld auf dem Konto sei in Gefahr und müsse abgehoben werden.

Kurz darauf erscheint ein angeblicher Beamter in Zivil an der Tür, um die Wertsachen abzuholen, oder das Opfer soll sie an einem bestimmten Ort ablegen. Die Täter bleiben oft stundenlang am Telefon, damit das Opfer niemanden um Rat fragen kann.

Die wichtigsten Warnsignale

  • Anruf von einer unbekannten Person, die sich als Polizei, Staatsanwaltschaft oder Bank ausgibt
  • Fragen nach Bargeld, Schmuck oder Gold im Haus
  • Aufforderung, Geld abzuheben oder Wertsachen zu übergeben
  • Zeitdruck und Bitte um Verschwiegenheit, auch gegenüber der Familie
  • eine angezeigte Notrufnummer wie 133 am Display, die echte Polizei ruft nie mit dem Notruf an

So schützen Sie sich vor falschen Polizisten

Die Polizei rät klar: Bei solchen Anrufen sofort auflegen. Nie Auskunft über Vermögen oder Wertgegenstände geben. Danach selbst die Polizei unter 133 anrufen und nachfragen, und zwar mit neu gewählter Nummer, nicht über die Rückruftaste. Unbekannten Personen keine Wertsachen übergeben, auch wenn sie einen Ausweis zeigen.

Angehörige einbinden

Viele Betroffene sind gut informiert und fallen trotzdem darauf herein, weil die Täter professionell und psychologisch geschickt vorgehen. Deshalb hilft es, das Thema in der Familie regelmäßig anzusprechen. Bewährt hat sich, gemeinsam Regeln festzulegen: keine Geldübergabe ohne Rücksprache, Telefonnummer der Kinder gut sichtbar neben dem Telefon, im Telefonbuch eventuell den Vornamen abkürzen, damit Betrüger das Alter nicht erraten.

Was tun, wenn es passiert ist?

Wer bereits Geld oder Wertsachen übergeben hat, sollte sich nicht schämen, sondern sofort die Polizei verständigen. Je schneller eine Anzeige erfolgt, desto größer ist die Chance, Abholer zu fassen. Unterstützung für Betroffene bietet unter anderem der Opfer-Notruf unter 0800 112 112. Beratung zur Vorbeugung gibt es bei der Kriminalprävention unter 0800 216 346.

Auch Bankfilialen spielen eine wichtige Rolle beim Schutz. Mitarbeitende sind geschult, bei ungewöhnlich hohen Barbehebungen nachzufragen, vor allem bei älteren Kundinnen und Kunden. Betrüger wissen das und geben ihren Opfern oft vorab Ausreden mit, etwa eine angebliche Renovierung oder einen Autokauf. Wer in der Bank darauf angesprochen wird, sollte ehrlich erzählen, was am Telefon passiert ist. So können Bankmitarbeiter rechtzeitig die Polizei einschalten und einen Schaden verhindern. Angehörige können zudem mit der Bank vereinbaren, dass bei großen Behebungen eine Vertrauensperson informiert wird.

Häufige Fragen

Holt die echte Polizei Geld oder Schmuck zur Verwahrung ab?+

Nein, niemals. Die Polizei verwahrt keine Wertsachen von Privatpersonen und fordert auch nie Geld am Telefon.

Warum zeigt das Telefon die Nummer der Polizei an?+

Betrüger können die angezeigte Nummer technisch fälschen. Eine Polizeinummer am Display ist deshalb kein Beweis für einen echten Anruf.

Was tun nach einem verdächtigen Anruf?+

Auflegen, selbst den Notruf 133 wählen und den Anruf melden. Wer schon Geld übergeben hat, sollte sofort Anzeige erstatten.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde KI-unterstützt erstellt und von der Redaktion geprüft. Mehr zur Kennzeichnung

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