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Gesundheit· Ratgeber

Ernährung im Alter: Worauf es ab 65 ankommt

Mit dem Alter verändern sich Appetit, Durstgefühl und Bedarf. Warum Mangelernährung oft unbemerkt bleibt und wie eine ausgewogene Ernährung im Alter gelingt.

Von Presseinfo Redaktion16. Oktober 2026, 11:58 · Niederösterreichaktualisiert 22. Oktober 2026
Ernährung im Alter: gedeckter Mittagstisch mit Gemüsesuppe und Wasser in NiederösterreichKI-generiert
Ernährung im Alter: gedeckter Mittagstisch mit Gemüsesuppe und Wasser in Niederösterreich. Symbolbild, KI-generiert. Zeigt kein reales Ereignis.

Die Ernährung im Alter verdient besondere Aufmerksamkeit, denn mit den Jahren verändern sich Körper und Bedürfnisse. Der Energiebedarf sinkt oft, weil man sich weniger bewegt, der Bedarf an Nährstoffen wie Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen bleibt aber gleich oder steigt sogar. Gleichzeitig lassen Appetit und Durstgefühl häufig nach. Das kann dazu führen, dass ältere Menschen zu wenig essen und trinken, ohne es selbst zu bemerken.

Mangelernährung im Alter erkennen

Mangelernährung ist bei älteren Menschen, besonders bei Pflegebedürftigen, keine Seltenheit. Warnzeichen sind:

  • ungewollter Gewichtsverlust, etwa wenn Kleidung plötzlich weiter wird
  • nachlassende Kraft und Schwierigkeiten beim Aufstehen oder Gehen
  • Müdigkeit und Antriebslosigkeit
  • häufige Infekte oder schlecht heilende Wunden
  • Probleme beim Kauen oder Schlucken

Wer solche Anzeichen bemerkt, sollte mit der Hausärztin oder dem Hausarzt sprechen. Ursachen können Zahnprobleme, Erkrankungen, Medikamente, Einsamkeit oder Depressionen sein.

Ernährung im Alter: die wichtigsten Bausteine

Eiweiß ist im Alter besonders wichtig, um Muskelmasse und Kraft zu erhalten. Gute Quellen sind Milchprodukte wie Topfen und Joghurt, Eier, Fisch, mageres Fleisch, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte. Ideal ist es, eiweißreiche Lebensmittel über den Tag zu verteilen.

Auch Gemüse, Obst und Vollkorn sind wichtig: Sie liefern Ballaststoffe, die der Verdauung guttun, sowie Vitamine und Mineralstoffe. Bei Kauproblemen helfen weich gekochtes Gemüse, Suppen, Aufläufe oder Smoothies.

Genug trinken

Das Durstgefühl lässt im Alter oft nach. Zu wenig Flüssigkeit kann zu Verwirrtheit, Schwindel, Verstopfung oder Kreislaufproblemen führen. Hilfreich sind:

  1. Getränke sichtbar bereitstellen, etwa eine Karaffe Wasser auf dem Tisch.
  2. Feste Trinkzeiten einplanen, zum Beispiel zu jeder Mahlzeit und am Nachmittag.
  3. Abwechslung bieten: Wasser, Kräutertee, verdünnte Säfte, Suppen.
  4. Bei Bedarf ein Trinkprotokoll führen.

Bei Herz- oder Nierenerkrankungen kann eine bestimmte Trinkmenge ärztlich vorgegeben sein. Diese Vorgaben haben Vorrang.

Bei Menschen mit Demenz kann das Essen zusätzlich erschwert sein, weil sie vergessen zu essen oder Besteck nicht mehr sicher verwenden. Fingerfood, also mundgerechte Stücke, die man mit der Hand essen kann, sowie kräftige Farben am Teller können helfen. Wichtig ist, Mahlzeiten in Ruhe und ohne Zeitdruck anzubieten.

Gemeinsam essen statt allein

Essen ist auch ein soziales Erlebnis. Wer allein lebt, kocht oft nicht mehr für sich selbst. Gemeinsame Mahlzeiten mit Familie, Nachbarn oder in Seniorentreffs fördern den Appetit. Für Menschen, die nicht mehr selbst kochen können, bieten Hilfsorganisationen und Gemeinden in vielen Regionen Essen auf Rädern an, in Niederösterreich ebenso wie in den anderen Bundesländern.

Ernährung im Alter: Unterstützung holen

Bei Gewichtsverlust, Schluckbeschwerden oder chronischen Erkrankungen ist ärztlicher Rat wichtig. Diätologinnen können einen individuellen Ernährungsplan erstellen. Nahrungsergänzungsmittel oder spezielle Trinknahrung sollten nur nach ärztlicher Abklärung eingesetzt werden. Regelmäßige Zahnkontrollen und gut sitzende Prothesen tragen ebenfalls dazu bei, dass Essen wieder Freude macht. Bewegung, etwa tägliche Spaziergänge oder Seniorenturnen, unterstützt den Appetit und den Erhalt der Muskelkraft.

Häufige Fragen

Warum ist Eiweiß im Alter so wichtig?+

Es hilft, Muskelmasse und Kraft zu erhalten. Gute Quellen sind Milchprodukte, Eier, Fisch, Hülsenfrüchte und mageres Fleisch.

Woran erkenne ich Mangelernährung bei älteren Menschen?+

An ungewolltem Gewichtsverlust, Kraftverlust, Müdigkeit, häufigen Infekten oder Problemen beim Kauen. Dann ärztlich abklären lassen.

Wie viel sollen ältere Menschen trinken?+

Regelmäßig über den Tag verteilt. Bei Herz- oder Nierenerkrankungen gilt die ärztlich vorgegebene Trinkmenge.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde KI-unterstützt erstellt und von der Redaktion geprüft. Mehr zur Kennzeichnung

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