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Energie & Umwelt· Ratgeber

Dürre in Österreich 2026: Rekordschäden in der Landwirtschaft

Die Dürre 2026 hat Österreichs Landwirtschaft Rekordschäden beschert. Die Hagelversicherung beziffert sie auf über eine Milliarde Euro – ein Vielfaches der Vorjahre.

Von Presseinfo Redaktion4. Oktober 2026, 09:26 · Niederösterreichaktualisiert 22. Oktober 2026
Dürre in Österreich: Vertrocknetes Maisfeld mit staubigem Boden im niederösterreichischen MarchfeldKI-generiert
Dürre in Österreich: Vertrocknetes Maisfeld mit staubigem Boden im niederösterreichischen Marchfeld. Symbolbild, KI-generiert. Zeigt kein reales Ereignis.

Die Dürre in Österreich hat 2026 ein historisches Ausmaß erreicht. Laut Österreichischer Hagelversicherung belief sich der Gesamtschaden in der Landwirtschaft zum Stichtag 10. August auf 1,08 Milliarden Euro, überwiegend verursacht durch Trockenheit. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2025 betrug die Schadenssumme 110 Millionen Euro, 2024 waren es 260 Millionen Euro. Die Bilanz zeigt, wie stark der Klimawandel die heimische Landwirtschaft bereits trifft.

Dürre in Österreich: Welche Kulturen betroffen sind

Laut Hagelversicherung ist praktisch ganz Österreich betroffen, und zwar fast alle Kulturen. Besonders schwer getroffen wurden:

  • Grünland und damit die Futterversorgung für Tiere,
  • Mais,
  • Kartoffeln,
  • Zuckerrüben,
  • Kürbisse,
  • Soja,
  • regional auch Getreide.

Die GeoSphere Austria bestätigt das Bild: Die ersten acht Monate 2026 waren die trockensten seit Beginn der Aufzeichnungen 1858. Im Waldviertel und im nördlichen Weinviertel fehlten bis zu 70 Prozent des üblichen Niederschlags.

Versicherung und Hilfspaket

Ein großer Teil der Flächen ist versichert. Laut Hagelversicherung sind 80 Prozent der Ackerflächen und 40 Prozent der Grünlandflächen gegen Dürre abgesichert. Versicherte Betriebe haben laut Vorstandsvorsitzendem Kurt Weinberger einen Rechtsanspruch auf Entschädigung. Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) bezeichnete die Schadensbilanz als zentrale Grundlage für die Entscheidungen von Bund und Ländern über ein geplantes Hilfspaket für Bauern.

Folgen der Dürre für Konsumenten

Ernteausfälle können sich auf Preise und Verfügbarkeit regionaler Produkte auswirken. Wie stark das im Supermarkt spürbar wird, hängt von Importen, Lagerbeständen und internationalen Märkten ab. Für Tierhalter ist vor allem der Futtermangel ein Problem, wenn Grünland vertrocknet und zugekauft werden muss. Auch Hausgärten und Gemeinden spüren die Trockenheit, etwa durch Bewässerungsverbote oder sinkende Grundwasserstände in einzelnen Regionen.

Was gegen Dürreschäden hilft

Experten sehen mehrere Ansatzpunkte, um Landwirtschaft und Regionen widerstandsfähiger zu machen:

  • Bodenschutz: Humusaufbau und Begrünung verbessern die Wasserspeicherfähigkeit.
  • Angepasste Sorten: Trockenheitstolerante Kulturen und Fruchtfolgen.
  • Effiziente Bewässerung: Tropfbewässerung statt großflächiger Beregnung.
  • Wasserrückhalt: Speicherteiche und Retentionsflächen in der Landschaft.
  • Agri-Photovoltaik: Erhöhte Solarmodule können Flächen teilweise beschatten und zugleich Strom liefern. Die Bundesförderung soll Agri-PV laut Wirtschaftsministerium auch ab 2027 weiter unterstützen.

Auch die Energieversorgung spürt die Trockenheit. Bei Niedrigwasser liefern Flusskraftwerke weniger Strom, gleichzeitig steigt in Hitzeperioden der Bedarf für Kühlung. Photovoltaik erreicht dagegen zur Mittagszeit Spitzenwerte, was die Großhandelspreise in diesen Stunden drückt. Laut Wirtschaftsministerium hat der Hitzesommer gezeigt, wie wichtig Speicher sind, um Solarstrom in die Abendstunden zu verschieben. Die geplante Neuausrichtung der PV-Förderung ab 2027 greift genau diesen Punkt auf.

Einordnung

Die Dürre in Österreich 2026 ist kein Einzelfall, sondern Teil eines Trends zu häufigeren Extremwetterereignissen. Hitzewellen, Trockenperioden und lokale Unwetter mit großem Hagel wechseln sich ab. Das neue Klimagesetz, das die Regierung im September in Begutachtung geschickt hat, nennt die Anpassung an den Klimawandel ausdrücklich als eine seiner drei Säulen. Wie wirksam die Maßnahmen werden, hängt von der Umsetzung in Bund, Ländern und Gemeinden ab.

Häufige Fragen

Wie hoch sind die Dürreschäden 2026?+

Laut Hagelversicherung lag die Schadenssumme in der Landwirtschaft zum Stichtag 10. August 2026 bei 1,08 Milliarden Euro, überwiegend durch Dürre. 2025 waren es insgesamt 110 Millionen Euro.

Welche Kulturen sind am stärksten betroffen?+

Besonders betroffen sind Grünland, Mais, Kartoffeln, Zuckerrüben, Kürbisse und Soja, regional auch Getreide.

Quelle: ORF.at

Hinweis: Dieser Beitrag wurde KI-unterstützt erstellt und von der Redaktion geprüft. Mehr zur Kennzeichnung

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