Baukosten September 2026: Wohnhausbau um 5,7 Prozent teurer
Die Baukosten 2026 ziehen wieder an: Im September lag der Wohnhaus- und Siedlungsbau laut Statistik Austria um 5,7 Prozent über dem Vorjahresmonat.
KI-generiertDie Baukosten 2026 sind im September erneut gestiegen. Laut den vorläufigen Werten der Statistik Austria lag der Baukostenindex für den Wohnhaus- und Siedlungsbau im September bei 105,9 Punkten. Das entspricht einem Plus von 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und einem Anstieg von 0,3 Prozent gegenüber August. Basis des Index ist seit Jahresbeginn das Jahr 2025.
Baukosten 2026: Alle vier Sparten über Vorjahr
Nicht nur der Wohnbau ist betroffen. In allen vier erfassten Sparten lagen die Kosten über dem Niveau von September 2025:
- Wohnhaus- und Siedlungsbau: Index 105,9, plus 5,7 Prozent im Jahresvergleich
- Straßenbau: Index 108,9, plus 8,8 Prozent
- Brückenbau: Index 107,6, plus 7,4 Prozent
- Siedlungswasserbau: Index 108,2, plus 8,1 Prozent
Gegenüber dem Vormonat legten Brückenbau und Siedlungswasserbau mit je 0,7 Prozent am stärksten zu, der Straßenbau stieg um 0,4 Prozent. Den stärksten Jahresanstieg verzeichnete damit der Straßenbau, den schwächsten – relativ betrachtet – der Wohnbau.
Trend im Wohnbau dreht wieder nach oben
Im Sommer hatte sich die Teuerung im Wohnhausbau noch leicht abgeschwächt. Im Juli lag das Plus im Jahresvergleich bei 5,2 Prozent, im August bei 5,3 Prozent. Mit 5,7 Prozent im September liegt der Wert nun wieder auf dem Niveau des Frühsommers. Für Bauherrinnen und Bauherren bedeutet das: Eine rasche Entspannung bei den Kosten ist derzeit nicht absehbar.
Wichtig für die Einordnung: Der Baukostenindex misst die Kosten, die Bauunternehmen für Material und Arbeit tragen. Er ist kein Baupreisindex. Wie stark sich höhere Kosten tatsächlich in Angeboten für private Häuslbauer niederschlagen, hängt auch von Auslastung, Wettbewerb und regionaler Nachfrage ab.
Was steigende Baukosten für Bauherren bedeuten
Wer ein Einfamilienhaus, einen Zubau oder eine größere Sanierung plant, sollte die Entwicklung bei Verträgen berücksichtigen. Fachleute raten zu folgenden Punkten:
- Angebote mit klaren Preisbindungsfristen einholen und vergleichen.
- Bei längeren Bauzeiten prüfen, ob Preisgleitklauseln vereinbart werden und an welchen Index sie gekoppelt sind.
- Eine Reserve im Budget einplanen, die Preissteigerungen während der Bauphase abfedern kann.
- Den Zeitplan realistisch halten, da Verzögerungen bei variablen Preisen teurer werden können.
Gerade bei Festpreisangeboten lohnt ein genauer Blick ins Kleingedruckte. Ein Festpreis ist oft nur für einen bestimmten Zeitraum oder bis zu einem fixen Baubeginn gültig.
Auch die Wahl des Zeitpunkts spielt eine Rolle. Wer im Herbst Angebote einholt, kann mit den Firmen oft in Ruhe die Saison im Frühjahr planen. Gleichzeitig sind gute Betriebe früh ausgebucht. Eine frühzeitige Anfrage verschafft Spielraum bei Terminen und Verhandlungen. Hilfreich ist zudem, Leistungen klar zu beschreiben: Je präziser die Ausschreibung, desto weniger Raum bleibt für Nachträge, die das Budget im Nachhinein belasten.
Bei Förderungen sollten Bauherren ebenfalls genau hinsehen. Manche Förderstellen orientieren sich an anrechenbaren Kosten, die nicht automatisch mit der Teuerung mitwachsen. Steigen die Baukosten, kann der Eigenanteil daher höher ausfallen als ursprünglich kalkuliert. Ein Gespräch mit Bank und Förderstelle vor Vertragsabschluss schafft Klarheit, wie viel Puffer die Finanzierung tatsächlich braucht.
Einordnung für den Wohnbau in Österreich
Die Bauwirtschaft hat nach dem Einbruch beim Neubau in den vergangenen Jahren mit einer schwierigen Ausgangslage zu kämpfen. Höhere Kosten treffen auf eine Nachfrage, die sich erst langsam erholt. Für private Bauprojekte bleibt eine sorgfältige Kalkulation daher entscheidend. Die nächsten Werte zum Baukostenindex veröffentlicht die Statistik Austria Mitte November.
Häufige Fragen
Um wie viel sind die Baukosten 2026 gestiegen?+
Im September 2026 lagen die Baukosten im Wohnhaus- und Siedlungsbau laut Statistik Austria um 5,7 Prozent über dem Vorjahresmonat.
Ist der Baukostenindex dasselbe wie der Baupreis?+
Nein. Der Baukostenindex misst die Kosten der Baufirmen für Material und Arbeit, nicht die Preise, die Bauherren tatsächlich bezahlen.
Quelle: Statistik Austria
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